Nabukomb, czy zechcialbys nam w skrocie strescic ta krytyke Zillmera:
http://www.wort-und-wissen.de/index2.php?artikel=i99-1
Podobno swietnie orientujesz sie w j. niemieckim, u mnie z niemieckim
jest nieco gorzej niz z agnielskim wiec prosze Cie o pomoc :-)
Stresc mi prosze co ty o tym myslisz, dlaczego Wort und Wissen
krytykuje Zillmera mimo iz sami nie wierza w teorie ewolucji?

"Darwins Irrtum" Ein Buch erregt die Gemter

Hans-Joachim Zillmer: Darwins Irrtum. Vorsintflutliche Funde beweisen: Dinosaurier und Menschen lebten gemeinsam. Langen Mller,
Mnchen 1998, DM 39,80

"Stimmt das mit den Dinosaurier-Fuspuren doch?" - "Ist an dem Buch von Zillmer was dran?" Solche Fragen erreichten uns in den
letzten Wochen fter. Daher geben wir an dieser Stelle eine kurze Stellungnahme zum Buch "Darwins Irrtum" von Hans-Joachim Zillmer
ab.

Wesentliche Behauptungen des Buches sind die Gleichzeitigkeit der Entstehung der geologischen Systeme (Formationen) und damit
einhergehend die Gleichzeitigkeit der Einbettung der in diesen Schichten enthaltenen Fossilien. Ein weiteres wichtiges Thema des
Buches ist das hufige Vorkommen menschlicher Artefakte oder Spuren in geologischen Schichtfolgen, die nach herkmmlicher geologischer
Sicht bis zu mehrere hundert Millionen Jahre alt sein sollen. Der Autor schliet aus diesen Indizien auf ein Erdalter von wenigen
tausend Jahren, womit aufgrund der Krze der zur Verfgung stehenden Zeit Evolution unmglich sei und Darwin sich geirrt habe. Der
Autor pldiert allerdings nicht fr Schpfung durch den in der Bibel bezeugten Gott, sondern tendiert strker zur Ansicht, da die
Menschen durch "Auerirdische" erschaffen wurden.

Das Buch handelt groenteils von Deutungen geologischer Befunde. Der Autor ist als Ingenieur zwar Laie auf diesem Gebiet, doch mu ihn
das nicht von vornherein disqualifizieren. Es zeigt sich allerdings deutlich, da Zillmer grundlegende geologische Kenntnisse nicht
bercksichtigt. Einige Beispiele: Im Gegensatz zu den Ausfhrungen Zillmers kann nichts ber das Alter geologischer Schichten gefolgert
werden, wenn sie an der Erdoberflche zugnglich sind; diese Lage kann durch sekundre Prozesse (Hebung, Faltung und Erosion)
zustandekommen; solche Prozesse sind anhand der Lagerung der Gesteine in der Regel erkennbar. Ebenso ist es grundstzlich nicht
verwunderlich, wenn ganze Systeme (Formationen) fehlen; das kann gar nicht anders sein, da Abgelagertes von irgendwoher angeliefert
werden mute, und das knnen in vielen Fllen nur zuvor schon anderswo abgelagerte und wieder erodierte (und damit "verschwundene")
Sedimentfolgen sein. Verwunderlich ist auch, da der Autor scheinbar nichts ber die neueren katastrophischen Deutungsweisen in der
Geologie wei. Die heutige Geologie ist schon lnger nicht mehr so einfach uniformitaristisch wie zu Zeiten Lyells und lange Zeit
danach. Da Zillmer das nicht wei (jedenfalls nicht erwhnt und anderes schreibt), ist geradezu ein Beleg, da er die aktuelle
Fachliteratur nicht im Entfernsten kennt oder einfach ignoriert. Und ohne diese Kenntnis (bzw. Bercksichtigung) kann man ber einen
so anspruchsvollen Stoff unmglich etwas schreiben, was der Realitt standhlt.

bliche geologische Fachliteratur wird praktisch nicht bercksichtigt. Dies ist bei der behandelten Thematik und derart gewagten
Behauptungen nicht tragbar. Wer Neues behauptet, mu sich mit dem bisherigen kritisch auseinandersetzen. Diese mhsame Arbeit kann
nicht abgekrzt werden. Abgesehen von wenigen Lokalitten, die der Autor besucht hat, scheint er auch keine wirklichen geologischen
Gelndekenntnisse zu besitzen.

Die Auflistung von menschlichen Artefakten in viel zu "alten" Schichtfolgen sollte unabhngig von den gravierenden Mngeln des Buches
berprft werden. Ein Urteil darber kann aus der Entfernung nicht abgegeben werden. Sollten sich Befunde dieser Art besttigen, wren
das sehr wichtige Indizien; sie wrden aber nicht die generell vorfindliche Ordnung der geologischen Systeme und ihrer Fossilien in
Frage stellen und knnen daher keinen Beweis fr die pauschale Behauptung sein, alle Lebewesen htten gleichzeitig exisiert. Diese
Behauptung folgt zwar aus der biblischen Sicht der Geschichte des Lebens und gehrt zu den Grundlagen der Arbeit der SG Wort und
Wissen, aber sie kann in der Weise Zillmers nicht annhernd ausreichend belegt werden (so wnschenswert das wre).

Ohne an dieser Stelle auf Details einzugehen, mu auch eine Beurteilung der biologischen Teile eher negativ ausfallen: sie sind
ziemlich oberflchlich, und die biologisch-evolutionskritische Argumentation ist anfechtbar; diese Partien knnten viel besser und
"wasserdichter" formuliert werden.

Trotz Sympathie mit dem Anliegen des Autors, fr eine junge Erde und gegen Evolution zu pldieren, kann das Buch aus den genannten
Grnden nur negativ bewertet werden. Den einzelnen in die bliche geologische Abfolge nicht-passenden Funden sollte jedoch
nachgegangen werden.

Aufgrund von Anfragen sei noch angemerkt, da keine Kontakte zwischen Zillmer und der Studiengemeinschaft Wort und Wissen bestehen.
Aus einem uns zugleiteten Brief des Autors geht hervor, da er den Ansatz der Studiengemeinschaft ablehnt und sich deutlich von Wort
und Wissen distanziert. Uns kann das angesichts der Aussagen ber "Auerirdische" als Schpfer und des Umgangs mit geologischen
Befunden, wie er in Zillmers Buch zum Ausdruck kommt, nur recht sein.

Reinhard Junker & Manfred Stephan


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1922

Große Kälte 1922.
Wenn die Tage fangen an zu langen kommt die Kälte gegangen.
Diese alte Bauernregel trifft dieses Jahr zu. Schon seit einigen Tagen begann das Thermometer nur merklich zu sinken, hielt sich aber doch in erträglicher Tiefe seit 21 Januar. Das Thermometer erreichte jedoch einen solchen tiefen Stand der Allerseits übersehen wurde. Am kältesten Tage des Januars war das Qwecksilber aus den Glaß Rören verschwunden . Am Fenster zeigte das Thermometer um 8 Uhr früh 21- und im Freien 23 –Grat. Seit vielen Jahren ist das der kälteste Tag.
Papst Benedickt 15 +
Am Sonntag den 22 Januar 1922 früh morgens um 6 Uhr starb der Hl. Vater. Papst Benedickt der 15 war Kurts nach Kriegsbeginn am 3 September 1914 Pius x auf den Ruf Petri gefolgt. Sein Regiment fiel gerade in die Kriegszeit hinein. Der Kirchenfürst entfaltete in diesen schweren Jahren eine außer ordentlich segensreiche Tätigkeit. Er wußte die politische Neutralität des Vatikans vollkommen zu waren und sah seine Hauptaufgabe darin mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, Geistlichen und Weltlichen und mit seiner ganzen Autorität dahin zu wirken, das der furchtbare Krieg sobald ein Ende nehme. Das die mehrmaligen Friedens Vermitelungs versuche des Vatikans gescheitert sind, war ganz gewiß nicht seine Schuld. Erst wenige Tage noch vor seinem ist eine neue Päpstliche Millionen Spende für die Deutsche Kinderhilfe eingegangen. Mit dem Kirchen feindlichen Fankreich wurden unter Papst Benedickt die Beziehungen wieder aufgenommen. Das protestantische England sahnte einen Gesandten zum Vatikan und auch in den vereinigten Staaten wuchs der Einfluß der katholischen Kirche bedeutend. In Italien selbst war er auf dem besten Wege die alte Fehde zwischen Staat und Vatikan zu beenden und damit der freiwilligen Gefangenschaft des Papstes im Vatikan, den kein Papst bekömmlich , nach dem Rom die Kirche genommen worden war, mehr verlassen hat ein Ende zu setzen.
Einbruch.
Die Unsicherheiten in Czissek und Umgebung nehmen wieder Überhand. Am 2 März drangen maskierte Diebe, 6 Mann gegen 7 Uhr Abends in den Laden der Krämerin Rosalia Kaduk ein, bedrohten ihre beiden Erwachsenen Töchter und entwendeten rasch aus der Ladenkasse 200 Mark Kleingeld. Die Kasse war Kurts vorher von Frau Kaduk geräumt worden. Die heran geholte Apo. Aus Roschowitzwald bemühte sich erfolglos der Diebe habhaft zu werden. Einige Tage vorher wurde von 5 bis 6 maskierten Männern ein Einbruch bei dem Häusler Johann Krolka in der 10 Abend Stunde verübt. Hier entwendeten die Diebe außer einem kleinen Barbetrag Wertvolle Kleidungstücke. Die Diebe Landfremde Leute sitzen bereits hinter Schloß und Riegel in Ratibor.
Jahrestag der Volksabstimmung.
Am 20 März jährte sich zum ersten mal der Tag der Volksabstimmung, der vor aller Welt offenbarte das Oberschlesien Deutsch ist und Deutsch bleiben will. Den groß polnischen Agitatoren war es gelungen unseren Gegnern die Anschauung aufzunötigen, das Oberschlesien ein polnisches Land sei. Viel Mühe hat das nicht gekostet den unsere Feinde glaubten nur zu leicht was uns schädlich ist. Die Abstimmung war bestimmt sie mußte aus geführt werden.
Die Heimat in Not.
So Erschallt der Ruf in allen Weltteilen und die Kinder der Heimat eilten herbei um das Land, wo ihre Wiege stand vor dem Verderben zu retten. Am Sonntag Palmerin 1921 wurde um die Ober schlesische Heimat gewürfelt. Das Ober schlesische Volk hat sich mit einer Stimmen Mehrheit von 61 % für den Verbleib bei Deutschland entschieden Eine ¼ Millionen Stimmen mehr haben die Deutschen aufgebracht. Ein Herrlicher Sieg angesichts der gewaltigen Terrorakte seitens der Polen als ein Bekenntnis ersten Ranges für das Deutschtum. Hätte sich die Abstimmung ohne Vergewaltigung vollziehen können, dann hätten kaum 10 % der Oberschlesier für Polen gestimmt. Das Ergebnis hat natürlich bei unseren Feinden eine große Überraschung hervorgerufen. Mit seltener Unverfrorenheit suchten die Polen aus ihrer Niederlage inszenierten sie den Mai Aufstand der so namenlos Elend über tausend von Oberschlesischen Familien gebracht hat. Doch den Veranstaltern brachte der Polen gritsch den erhofften Gewinn. Die Abstimmung wurde dem Spruch von Genf korrigiert. Chinesen, Belgier, Japaner u.a. die bis dahin wohl von der Existenz Oberschlesiens keine Ahnung hatten, wurden bestellt um über das Schicksal Oberschlesiens zu entscheiden. Sie taten den bekannten Schnitt durch das Herz Oberschlesien. Um ein verbluten des Opfers zu verhindern, sind die Chirurgen in Genf an der Arbeit bis Ende März zu Vernähen und zu verbinden was man mit Gewalt zertrennt hat. Durch den Genfer Spruch ist trotz aller dem eine Lage geschaffen, die zum Niedergange führen muß. Im Deutsch bleibenden Teil O/S geben siech die Maßgebenden Parteien alle Mühe, das Wort Gleichberechtigung in die Tat umzusetzen. Anders aber drüben. Die Absichten die das Großpolentum ein polnisch werdenden Oberschlesiens sagt, lassen siech schon jetzt deutlich erkennen. Vergessen sind die Schreie nach Gleichberechtigung jeder Art. Es kündigt sich eine Gewaltsame Polonisierung des abzutretenden Teiles auf allen Gebieten an. Wer Deutscher Hackelist ist muß heraus und Hackelist ist jeder der nicht die Ziele der groß Polnischen Ideen fördert. Unsren bedrängten Brüdern und Schwestern im abgetrennten Gebiete wollen wir treu geblieben und den moralischen Protest gegen den Genfer Schandspruch wach erhalten. Am 20 März dem Abstimmungstage, wollen wir in alle Welt hinaus rufen, der Schnitt durch Oberschlesiens Herz ist ein großes Unrecht für unser Heimatland.
Frühlings Anfang.
Kalender mäßig ist der Lenz ins Land gezogen ein netter Anfang ,eine böse Überraschung. Statt Sonnenschein und Veilchenduft, Erscheinungen als ob wir uns dem Winter näherten. Große Augen machten heute früh die Kleinen wie die Großen, als sich ihnen die Frühlingslandschaft mit einer mehrere Zentimeter hohen Schneedecke verhüllt präsentierte. Wiesen und Felder, Blumen und Sträucher Dächer und Straßen trugen ein Schneegewand. Die Winterüberzieher, die bereits dem Sommer Gehrock Platz gemacht haben, werden wieder hervorgeholt und der Stubenofen mußte trotz Kohlenmangel seine Schuldigkeit noch weiter tun. Hoffentlich besinnt sich der 21 März noch bald auf seine Aufgabe ?. Nur unverzagt, Auf Gott vertraut , Es muß doch Frühling werden.
Einmal sonnt sich in dem Tal ,
Jedes Blümchen noch so klein,
Ist es nicht im Märzen Strahl,
Ist es doch im Abendschein. Ges. 27 1 b 1922.
Ausflug.
Vom schönsten Wetter Begünstigt unternahmen am 29 August die Ober und die Mittelklasse einen Ausflug nach dem St. Annaberg. Mit dem nötigen Mund Vorrat ausgerüstet, größtenteils barfuß ging es zu nächts über Alt Cosel durch den schönen Brzeszer Wald nach der Station Kandrzin. Die Kinder führte Herr Lehrer Bolik. Herr Kuraeus Nowak und der Hauptlehrer hatten indes die nötigen Fahrkarten gelöst, so das die Bahn ohne Verzögerung bis Leschnitz benützt werden konnte. Von hieraus ging es wider zu Fuß den Berg hinan. Unterwegs wurde etwas gerastet, denn bei den meisten Ausflüglern hatte sich der Hunger bemerkbar gemacht. Auf dem Berge wurde die Gnadenstätte und besonders das Gnadenbild besichtigt. Auch die große Mutter- Anna Figur bekamen die Kinder zu sehen. Bei der Lourdes Grotte wurde längere Zeit gebetet und gesungen . Den Kindern wurden die einzelnen Gestein Arten erklärt. Auch die umliegenden Ortschaften wurden benannt den die Fernsicht war ausgezeichnet. Nur zu schnell verflossen die wenigen Stunden. Nachdem die Kinder bei den um das Kloster aufgestellten Buden noch manches Andenken von den ersparten Groschen erstanden hatten wurde unter fröhlichem Gesang der Abstieg angetreten. In Kandrzin erwarteten uns zwei Fuhren der Besitzer Albert Syrzisko und Max Slenschka so das wir bei anbrechen der Dunkelheit wohlgemut bei Muttern wieder anlangten.
Wahlen !
Am 3 September fand auf Anordnung des Herrn Reichsminister das Inmom in der Preußischen Provinz Oberschlesien die Abstimmung darüber statt ,ob ein Land Oberschlesien gebildet werden soll. Gewählt wurde in der Schule. Wahlvorsteher war Hauptlehrer Apostel, sein Stellvertreter Gemeindevorsteher Pillich. Zu Beisitzern hatte der Wahlvorsteher die Nachstehenden Ortsinsassen berufen.
1/ Johann Kretka Häusler
2/ Johann Kusch Kaufmann
3/ Josepf Kusch Häusler
4/ Karol Wolny Kaufmann
5/ Anton Kotzur Fleischermeister
6/ Franz Planetorz Bauer
Die Wahlbeteiligung war nur gering. Von 660 Stimmfähigen Wählern waren nur 268 erschienen, davon stimmten 112 für die Autonomie Oberschlesien und 156 dafür, das Oberschlesien eine Preußische Provinz bleiben soll. Bei den am 19 November stattfindenden Wahlen zum Reichstag, Landtag und Provinzial Landtag hatte der selbe Wahlvorsteher zu Besitzern ernannt.
1/ Franz Sohlich Hauptlehrer
2/ Eduard Matloch Fleischermeister
3/ Anton Kotzur Fleischermeister
4/ Johann Kusch Kaufmann
5/ Johann Schlapka Bauunternehmer
6/ Johann Buczek Kohlenhändler .
Die Wahlbeteiligung war : Es wurden abgegeben für den Reichstag 78 Deutsche – 232 polnische Stimmen. Für den Provinzial Landtag 73 Deutsche –236 polnische Stimmen . Das Resultat ist in sofern als ein erfreuliches zu bezeichnen das die Deutschen des Ortes fast vollzählig gestimmt haben, von den Polen dagegen sich rund 300 an der Wahl nicht beteiligt haben.
Tage des Schreckens.
Kurtz vor dem Weggange der Alliierten Truppen hatten sich im Kreise Cosel O/S ähnlich wie in anderen Kreisen sogenannte Rollkommandos gebildet. Ein solches stattete auch den Czissekern einen Besuch des Nachts ab. Der Häusler Anton Serzisko, die Häuslers Frau Johanna Frischko, die Töchter des Polen Agitators Karl Wolny wurden gehörig verprügelt, den übrigen wurden Geld und Sachen abgenommen, so bei Häusler Johann Suchanek bei Bauer Ignatz Czechowski. Von jetzt ab bekamen es die Czisseker die wegen ihrer polnischen Gesinnung im Kreise nur wenige Freunde haben mit einer heillosen Angst zu tun. Die meisten Häuser waren lehr, die Kleidungsstücke waren vergraben und die Leute schliefen Nächtelang nur in den Getreidefeldern, besonders die Frauen und Kinder. Die Männer bewachten mit Waffen in der Hand die Eingänge des Dorfes. Inzwischen waren unsere Deutschen Truppen und die Schutzpolizei angerückt und die Ruhe kehrte allmählich zurück. Czissek bekam ein Kommando Schupo, 10 Mann stark die erst Ende Oktober wider das Dorf verließen Kommandos auftauchten, deren Hauptaufgabe darin bestand den bekannten Polen etwas näher zu treten hatten einige polnische Familien und zwar ein Häusler Emanuel Serzisko Einliger Winzent Stajczyk und Maurer Franz Czechowski für immer das Dorf verlassen und sich in Polen dem Paradiese ihrer Träume angesiedelt Eine Träne hat ihnen niemand nach geweint.
Nach dem polnischen Aufstand ist das Jugendspiel wieder mehr zur Geltung gekommen. Die Übersicht über die Jugendspiele ist Kurts diese. Eine Spielzeit :Knaben == 35 Stunden, Mädchen = 12 Stunden
Es wurde an Sonntagen und außerdem an 8 Tagen während der Ferien gespielt. Beteiligung der Knaben = 30 Bis 35 und zwar Kasse I = 20 Klasse II 10 bis 15. Mädchen 5 bis 8 und zwar aus Klasse I das sind etwa 25 bis 30 % insgesamt 12 bis 14% der die Schule besuchenden Kinder.
Wettspiele.
Es wurden folgende Wettspiele angetragen :
5 Schlagball mit Schule Roschowitzwald .
2 Schlagball mit Schule Dembowa.
2 Schlagball mit Schule Sakrau
1 Schlagball mit Schule Sukowitz
5 Wanderungen wurden unternommen 3 Halbtags Wanderungen und eine Tageswanderung. Für die Beschaffung der Spielgeräte sind 200 M, für Endschädigungen an die Spielleiter 300 M und für die Unterhaltung des Spielplatzes 200 M im Schuletat vorgesehen. Der Spielplatz, der bisherige Turnplatz und Tummelplatz für die Kinder in den Pausen, erweist sich für seine Zwecke als viel zu klein. Es sind aber zu Erreichung eines 3 bis 4 Morgen großen Spielplatzes, Verhandlungen mit dem Schulverband Vorsteher Herrn Grafen v Haslingen Sakrau im gange
Änderung in der Seelsorge.
Auf Grund verschiedener Anzeigen seitens der hiesigen Polen ist am 6 Dezember dieses Jahres vom Fürst Bischöflichem Amte zu Breslau durch Kanonikus Kunert gegen den Ortsgeistlichen Nowak hinter dessen Rücken eine Untersuchung beim Gemeinde Vorsteher Pillich hier selbst geführt worden. Als Zeugen sind nur polnisch orientierte Ortsbewohner, darunter die größten Deutsch Haser Häusler Franz Kurpiers und der Bauer Josepf Serzisko von hier vernommen worden. Deutsche Parochinen sind nicht gehört worden. Auch deren Vorstellungen bei SM Eminenz fanden kaum Gehör. Kurtus Nowak waren zu protokollerischen Vernehmung nach Breslau geladen war aber daselbst nicht erschien, wurde am Hl. Abend Nachmittags 2 Uhr durch Fürst Bischöfliche Verfügung seines Amtes enthoben und angewiesen sich sofort nach dem Kapellenberg bei Neustadt O/S zu begeben. Was auch nach den Feiertagen geschah. Die plötzliche .Amtsversetzung des Herrn Kuratus hat in den Weihnachtsfeiertagen viel Ärgernis unter den Deutschen Parachianen bereitet und unter den gemäßigten Polen große Aufregung hervor gerufen. Die Feinde des Ortsgeistlichen jedoch haben Triumphe gefeiert. In Kuratus Nowak verliert die Parochie eine starke Stütze des Deutschtum. Sehr Bedauerlich.
Ein Säufer.
Die Vertretung für p Nowok übernahm bis 15 Januar 1923 der Dominiker Dr. Dübowy aus Breslau ein Lehrers Sohn und Hultschimer Kind. Die Endgültige Verwaltung der Kuratie übertrug das Fürst Bischöfliche Amt ab 16 , 1, 1923. Dem Kreis Vikar Josepf Kampka zuletzt in Himmelwitz Kreis Groß Strelitz. Mit Gottes reichsten Beistand möge es im gelingen, die Wunden welche das alte Jahr noch in letzter Stunde geschlagen hat für immer zu heilen

1925
Wechsel im Kreisschulamt.
Am 1. April d.J. trat Herr Schulrat Kupka vom Schulaufsichtsbezirk Cosel 2, dem auch unsere Schule untersteht, nach 45 jähriger segensreicher Tätigkeit als Lehrer, Seminaroberlehrer und Kreisschulrat in den wohlverdienten Ruhestand. Die Lehrer der Aufsichtsbezirke bereiteten ihm eine schöne Abschiedsfeier, zu welcher u. a. auch die Herrn Regierungsdirektoren Geh. Reg. Rat Dr. Maskus und Dr. Werner erschienen waren und überreichten als Zeichen der Wertschätzung eine goldene Uhr. Von den Schulkindern hatte sich Herr Schulrat in den Tagen vor dieser Feier schon verabschiedet. Bei der Abschiedsfeier in unserer Schule am 24. März ? nahm außer den Lehrern der Schule auch Herr Kurator Kupka von hier teil. An die Stelle des Herrn Schulrats Kupka trat Herr Schulrat Ertel, bis dahin Seminaroberlehrer in Frankenstein.
Wahl des Reichspräsidenten.
An der Reichspräsidentenwahl beteiligten sich an beiden Wahlgängen am 29. März und
26. April ? ungefähr 50% der Wähler. Beim 2. Wahlgange, der endgültigen Reichs –
präsidentenwahl, war das Ergebnis folgendes:
v. Hindenburg, Generalfeldmarschall 49 Stimmen
Wilh, Marx Reichskanzler a.D. 286 Stimmen
Ernst Thälmann, M. d. R. (Transportarb.) 47 Stimmen
ungültig waren 5 Stimmen
Der Wahlbezirk Czissek zählte 708 wahlberechtigte Stimmen.
Am 16. April d. J. erhielt Herr Bolik von der hiesigen Schule seine Versetzung an die
Mittelschule in Mieckowitz. Herr Bolik wirkte an unserer Schule seit November 1911.
Verfügungsgemäß übernahm die Vertretung bis 1. Mai die übrigen drei Lehrer und ab 1 Mai, dem Tage der Eröffnung der polnischen Minderheitsschule, unterrichteten 14 Tage lang nur zwei Lehrkräfte, Am 16. Mai übernahm Herr Lehrer Karl Moik die unbesetzte Stelle. Herr Moik ist am 20. Oktober 1899 geboren und stammt aus Ratibor, woselbst sich sein Vater als Postassistent im Ruhestande befindet. Nach seiner Entlassung aus dem Seminar zu Ratibor am 1. 12. 1920 unterrichtete p. Moik vertretungsweise je ³/4 Jahre lang in Wieschnitz und Hondslas, Mehrere Monate hin durch wirkte er im Kinderheim zu Bunzlau. Später übernahm er Vertretungen an der Staatlichen Kreiskasse Leobschütz, in der Zuckerfabrik Ratibor, den Rützers Werken, in Plania/Ratibor und war zuletzt Provisionsreisender bei der Firma Pribatsch – Breslau. (Buchhandel) - Ein Zeichen der Zeit
Polnische Minderheitsschule.
Am 1. Mai d. J. wurde die Polnische Minderheitsschule eröffnet. Leiter ist Herr Lehrer
Brzezinka von der hiesigen Schule. Eröffnet wurde die Minderheitsschule im Klassenzimmer 3 mit 36 Kindern und ging nach einigen Tagen auf 30 zurück. Unsere eingefleischten Polen hatten mit einer Besuchsziffer von 160 – 180 Kindern gerechnet. Daher die große Enttäuschung und landen Gesichter bei der Eröffnung. Es setzt auch ganz selbstverständlich eine Kolossale Werbearbeit für die Schule sofort ein, allein vergebens, denn die meisten Familienväter waren vernünftig genug, um bald einzusehen, wie sie s. Z. bei der Stellung des Antrags für die Errichtung einer Minderheitsschule von den Agitoren betrogen worden sind.
Volks-, Berufs- und Betriebszählung.
Am 16. Juni fand im deutschen Reich eine Volks-, Berufs- und Betriebszählung statt. Diese Zählung hat an Umfang und Mannigfaltigkeit alle Erhebungen übertroffen, die bisher im deutschen Reiche vorgenommen worden sind. Sie hat für den Staat und die Kommunalverbände, insbesondere für die Gemeinden, die größte Bedeutung und wird voraussichtlich für gesetzliche und Verwaltungsmaßnahmen in viel höherem Grad als Grundlage dienen als irgendeine frühere Zählung. Das Zählungswerk dient dazu, wichtige Grundlagen für die Beurteilung der deutschen Volkswirtschaft zu gewinnen. Da die letzte Berufs – und Betriebszählung bereits vor 18 Jahren stattgefunden hat, und sich seitdem Die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse in einschneidender Weise geändert haben, kommt dieser neuen, grundlegenden Zählung eine ganz besondere Bedeutung zu.- Die Zählung ging unter Verwendung außer den vier Lehrern der Schule auch der frühere Hauptlehrer der Schule Franz Solingen hier selbst gewonnen. Jedem Zähler waren einige fünfzig Haushaltungen zugeteilt, eine Arbeitsleistung für einen Schulfreien Tag und etwa
acht Nachmittagen in nicht Schulfreier Zeit. Weil unsre Gemeindeinsassen mit nur ganz wenigen ausnahmen nicht imstande waren die umfangreichen und für unser Volk schwer verständlichen Fragebogen selbsstständig aus zu füllen und somit die ausfüllung der Bogen den Zählern überlassen bleibt. Und für unsere Art ehrenamtlicher Zählung erhielten die Zähler mit vieler mühe je 10 Mark aus der Gemeindekasse. Auch ein Zeichen der Zeit!
Reihneand Feier.
Durch Beschluß des Staatsministeriums fiel der Unterricht aus anlas der Rheinischen Tausend Jahr Feier am Sonnabend, den 20. Juni d. J. in sämtlichen Schulen aus. An diesem Tage wurde auch hier eine Schulfeier veranstaltet, bei der die Kinder auf die Bedeutung des Geschichtlichen Ereignisses hingewiesen wurden; Die Rheinische Tausend Jahr Feier bedeutet nicht eine erst 1000 Jahrringes Deutschtum der Reihnlande. Im Gegenteil! Deutsch waren die Gebiete schon zur Zeit unseres der tiefen Sinn liegt darin, daß durch den verspäteten Anschluß aller links Rheinischen Stämme an je so einer Deutschen Nationalstaates geworden ist. Die Besetzungsleidenden der Reihnischen Bevölkerung, ihre seelische und materielle Not verleihen im gegenwärtigen Zeitpunkt der Feier ein besonderes Gepräge – das Rheinland hat ein Anrecht auf Schutz und Hilfe des Reiches und Staates. Er ist aber auch verpflichtet zur Treue und zum aushalten. Reich und Staat haben aber auch umgekehrt wieder die Flicht, mit Warmen Herzen an den Sorgen und Leiden des besetzten Reihnlands teil zunehmen und ausreichende Hilfe zu leisten. Die Freiheit des Reihns ist die Freiheit Deutschlands.
Spielplatz Pachtung.
Nach monatelangen Verhandlungen ist es endlich gelungen, eine Einigkeit über die Bereitstellung einer geeigneten und ausreichenden Spielplatz für unsere Schule zu erzielen. Zu diesem Zwecke fand vom Sonnabend den 20. Juni d. J. Z. Z. in der Schule zu Sukowitz nachmittags 5. 30 Uhr ein Verhandlungstermin statt welchen Spielinspektor Münzez – gleiwitz leitete. Erschienen waren außerdem Schulverbandes Vorsitzendem Herrn Graf v. Haslingen – Sakrau der Gemeindevorsteher von Suckowitz. Herr Graf v. Haslingen stellt für den Gewonnenen Zweck eine Fläche von 4 Morgen Siedlungs – Acker Die selben Wege zwischen beiden Arten zur Verfügung der Spielplätze ist für die Schule Czisek und Sukowitz bestimmt und soll nach dem abernten der Kartoffeln seiner Bestimmung übergeben werden.
Erweiterte Systemkonferenz.
Auf Anregung des Herrn Kreisschulrats Ertel fand am 7. Juli. Cz. Hier selbst die erste
Systemkonferenz mit dem Nachbarschulen Landsmierz, Sukowitz und Roschowitzerwald statt.
An derselben nehmen teil:
1) Herr Schulrat Ertel.
2) Hauptlehrer Reichl.
3) Lehrer Schattka ein Deutscher?
4) Lehrer Reichel jun. Roschowitzerwald
5) Hauptlehrer Rzychon Deutscher
6) Lehrer Maczionga Deutscher Landzmierz
7) Lehrer Kampa Deutscher
8) Lehrer Plesch Deutscher Sukowitz
9) Hauptlehrer Apostel
10) Lehrer Bock
11) Lehrer Moik Deutsch Czisek
Lehrer Bolik Deutsch Miechowitze früher in Czisek Nahm als Gast teil.
Lehrer Gaitner – Roschowitzwald fehlte in folge Krankheit. Die Konferenz begann um 8.00 Uhr vormittags mit der Lehrprobe: ,,der Ringelspinner und dessen Bekämpfung.“ Die selbe hielt Lehrer Bock mit den Kindern der Oberklasse. In der Pause führte Lehrer Moik mit den Mädchen der Ober und Mittelstufe einige der neusten Kinderspiele vor, die Allgemeinen. Hierauf sprach Hauptlehrer Apostel in längerer Ausführung über den ,,heimatkundlichen Unterricht.“ Daraus schloß sich die Aussprache über Lehrprobe und Vortrag. Herr Schulrat Ertel gab den Teilnehmern noch einige bedeutsame Winke für das Lehrverfahren beim Unterricht. Angelegt wurde auch ein Kinderfest für alle von der Konferenz beteiligten Schulen, wofür alsbald die nötigen Vorkehrungen in Angriff genommen werden sollen. Die nächste erweiterte Systemkonferenz wird in der Schule Landzmierz abgehalten. Die Tagesordnung für diese Konferenz wird vielleicht Anfang September bekannt gegeben .Um 12.00 Uhr wurde die Konferenz geschlossen.
Ergebnisse der Volkszählung.
Das Ergebnis der Volkszählung vom 16. Juni. d. J. ist folgendes: Vorhanden sind 199 bewohnte und 1 Unbewohntes Haus zusammen 200 Wohnhäuser gezählt wurden insgesamt 258 Haushaltungen. Davon sind 244 Familien mit 2 und mehr Personen, 14 Einzel Lebende Personen mit besonderer Wohnung und eigenem Haushalt, am Zähltage sind Ort zunehmende 548 Männliche und 685 Weibliche Personen, zusammen 1233 Personen gezählt wurden ferner 217 Landwirtschaftliche und 15 gewerbliche Betriebe.
8 Sterbefälle.
Verstorben sind in unserer Gemeinde mehrere Personen eines plötzlichen Todes, so der Häusler und Maurer Karl Stefanides im besten Mannesalter von 41 Jahren an Herzschlag. Im folge der 62 Jahrringe Bauer Josef Serzisko ebenfalls an Herzschlag inmitten der Feldarbeit. Wenige Tage später starb an Herzschlag die Häusler Witwe Martha Stefanides bei Verrichtung der Häuslichen Arbeit. Wenige Tage darauf erlitt die Häuslerin Schaffarzik einen Gehirnschlag und war in zwei Stunden eine Leiche. Schaffarzik wohnte in Roschowitzerwald stammte aber aus Cisek, woselbst sie in einer Wirtschaft (bei Gärtner Albert Serzisko) zusammen brach. Sie sollte selbst etwas beim erkrankten Vieh machen. Am 9. 8. Cz. Haben wir auch unter großer Beteiligung der Ortsbevölkerung unsere Ortsälteste Person, die ledige Marianna Wilk zu grabe getragen. Marianna Wilk erreichte das Alter von 95 Jahren. Sie lebte 14 M monatlicher Invalidenrente und 6 M Ortsarmen Unterstützung im Moment. Außerdem bekam sie auch Zinsen. ,,Der Herr lasse sie ruhen in Frieden.“

Großwasser.
Einen weit größerem Umfang als die Überschwemmung anfangs Juli nahm das Hochwasser am 6. August. Der Sturm am Tage vorher machte großen Schaden in den Gärten und auch auf der Schosse und am 6. August. Standen sämtliche niedrig gelegene Ortsstellen vollständig unter Wasser. Eine sofortige Hingabe der geschädigten an den Kreisausschuß um Ermäßigung der hohen Kreis kommunal abgaben von 4505, 29 M und der Schulabgaben in Höhe 8805 M hatte zur Folge, daß am 14. August eine Schätzung des Schädens auf Ersuchen des Herr. d.z. Blaske- Cosel durch die Herrn Amtsvorsteher Albertin- Kobelwitz und Mühlenbesitzer Kroker Sukowitz als Mitglied des Kreisausschusses an Ort und stelle vorgenommen wurde.
Es wurden folgende Schäden festgestellt.
a) 55 ha Wiesen mit 100% //////////////////// = 6600 M
b) 4 ha Kartoffeln mit 100%------------------ = 2400 M
c) 2 ha Kartoffel mit 40% ------------------- = 480 M
d) 2 ha Klee mit 70%------------------- = 168 M
e) 3 ha Weizen mit 25%------------------- = 360 M
f) 8 ha Hafer mit 40%-------------------- = 1280 M
11288 M
An das Finanzamt Cosel ist ein ähnlicher Gesuch um Ermäßigung der Einkommen- Umsatz und der übrigen Steuern gerichtet wurden. Hoffentlich haben die Bittschriften auch einen Erfolg.
Etwas später!!!
Der gewünschte Erfolg ist jedoch ausgeblieben. Die vom Hochwasser heimgesuchte Ortschaft Cisek ging – man möchte beinahe sagen wie gewöhnlich leer aus. Anderen Gemeinden soll es aber ähnlich ergangen sein. Das mag für unsere Gemeinde immerhin ein schwächerer Trost bleiben. Die Gemeinde aber, weshalb wir bei der Verteilung der vom Reiche Ortsteile vollständig unter Wasser. Eine sofortige Hingabe der Geschädigten an den Kreisausschuß um Ermäßigung der hohen Kreis Kommunal Abgaben von 4505, 29 M und der Schulabgaben. Für die Hochwasser bereit gestellten Mitteln Die übrigens erheblich waren übergangen worden sind, hat niemand , wenigstens die Öffentlichkeit nicht erfahren können.
Volksfest.
Am 13. September veranstalteten die vereinigten Schulen von Cisek Roschowitzwald, Landzmierz und Suckowitz auf den gutsherrschaftlichen Wiesen von Sakrau, an Lhosse Cisek, Suckowitz gelegen ein Volksgest. Der Platz war vom Herrn Grafen v. Haslingen Sakrau zur Verfügung gestellt. An der Veranstaltung beteiligten sich auch die Sportvereine von Cisek, Landzmierz und Roschowitzwald und der Kameradenverein Cisek der Stattliche Zug, den Schulen voran wehenden, Fahnen, jedes Kind mit einem bunten Papierballon oder einem Fähnchen in den Reichsfarben ausgerüstet, bewegte sich mit einer 10 Mann starken Musikkapelle an der Spitze von unserer Schule durch das ganze Dorf dem Festplatz zu woselbst Hauptlehrer Apostel die Begrüßungsansprache hielt, als dann verteilten sich die Schulen und Vereine auf die ihnen zugewiesenen Plätze. Die Kinder spielten und tanzten und erhielten Geschenke und Süßigkeiten mannigfacher Ort. Die Sportvereine mußten ihre Kräfte im Weltspielen und erhielten als Siegerpreise Geschenkkarten, Urkunden. In das bunte Treiben mischten sich die frohen Weisen der Musikkapelle trotz der anfänglich Wetters. Zuschauermenge, besonders die Eltern der Kinder auf dem Festplatz eingefunden. Auch Herr Schulrat Ertel – Cosel, der eigentlich Urheber des Volksfestes, beehrte uns im laufe Des Nachmittags mit seiner Anwesenheit. Durch seine Wohlende Vermittlung erhielten Wir von der Regierung zu Oppeln eine Unterstützung von 150 M, ohne die er uns nicht möglich gewesen währe die hohen Unkosten der Veranstaltung zu denken. Gegen Abend wurde ein prächtiges Feuerwerk abgebrannt, als dann wurde eine Schien der Farbenreichen Papierlaternen der Heimweg angetreten. Vor dem auseinander gehen bei der Schule Cisek dankte Hauptlehrer Apostel allen Teilnehmern allen denen die um das gelingen des Festes bemüht gewesen sind und auch den Kindern für ihr braves, wakeres Verhalten auf dem Festplatz. Die Musik interessierte das Niederländische Dankgebet Herr Lehrer Moik erwehnte noch die Kinder zur Dankbarkeit gegen Eltern und Lehrer und beschloß die Feier mit dem schönen Lied :,,Kein schöner Land in dieser Zeit als wir das unsere weit und breit wo wir uns finden wohl unter Linden zur Abendzeit.“
Stellenwechsel.
Am 1 Oktober schied Lehrer Moik aus dem hiesigen Lehrkörper da der Jahrgang 1899 erst im Jahre 1926 zur Anstellung gelangt. Er nimmt seine frühere Tätigkeit als Provisionsreisender wieder auf. Dessen Ehefrau Franziska J. geb bzaplok. Die erste Ausbildung erhielt Japtrok auf der Kräperin die Pilchowitz, woselbst er am 5. Februar 1920 mit dem Reifezeugnis entlassen wurde. Die zweite Prüfung bestand er am 28. Februar 1923 in Borsikwerke. Nach der Entlassungsprüfung am Seminar Pilchowitz war er an folgenden Orten beschäftigt. Borikwerk vom 14. 4. 1920 bis 28. 2. 1923 Eisenindustrie Gleiwitz vom 1.3 bis 31.12.1923 Stadschule Gleiwitz vom 1.1.1924 bis 31.8.1925 Krankenkasse vereinigter Maurer und Zimmerjung in Gleiwitz vom 1.9.1925 bis zu seiner Anstellung in Cisek. Herr Jeptok amtierte nur 1 Monat hier selbst. Da er der polnischen Sprache nicht mächtig ist und infolgedessen den polnischen Unterricht an der hiesigen Schule nicht übernehmen konnte, wurde er bereits ab 1 November 1925 nach Blasewitz, Kr. Cosel versetzt zur Vertretung für den erkrankten 1 Lehrer Ernst da selbst. Die frei gewordene Lehrstelle übernahm am 1. November der Lehramtsbewerber Max Gralla, geb. am 13 April 1899 zu Swintochlowitz Kr. Gleiwitz. Sein Vater ist Gastwirt Franz Gralla eben daselbst. Vorgebildet wurde. Pa Gralla im Sommer zu Peiskertscham in den Jahren 1913 – 1917 und bestand die Abschlusprüfung 1919 im Kriegskursus, B zu Züls. Bisher war er tätig: 1) in Mallnic Kr. Gr Strelitz vom 1 und 2.20- 30/9.23.) 2 in Sucholhna, Kr gr. Strelitz vom 1/10. 23 – 31/ 3.24. Ab 1 April 1924 .d. J. seiner Berufung noch Cisek war er stellungslos pan Gralla ist zweisprecher.
Wahlbeteiligung und Ergebnis.
Bei der Provinziallandtagswahl am 29 November d. J. gegeben von 725 Wahlberechtigten nur 302 Wähler ihre Stimme ab. Die Verteilung auf die einzelnen Parteien war folgende:
1) Zentrumspartei ------------------- 108 Stimmen
2) Schwarz – Weiß – Rot ------------- 12 Stimmen
3) Sozialdemokraten Partei ------------------ 16 Stimmen
4) Polsko – Katoicka – Partia – Ludowa ----------------- 127 Stimmen
5) Liste der Kommunistischen Partei ------------------- 24 Stimmen
6) Deutsche demokratische Partei ------------------- 4 Stimmen
7) Kleinbauern, Siedler – Pächter – Partei ------------------- 3 Stimmen
8) Wirtschaftspartei des Deutschen Mittelstandes ------------------ 5 Stimmen
9) Wirtschaftliche Notgemeinschaft ------------------- 0 Stimmen
Ungültig waren -------------------- 3 Stimmen
302
Für die Abgabe der Stimmen zu Nr. 4 ist jeglicher Kommentar überflüssig ?
Spielplatz Vertrag.
Zur Spielplatz Pachtung Siehe Seite 5 dieser Chronik ist noch folgendes nachzutragen Auf dringen der Behörden ist zwischen dem Schulverbande Cisek und dem Besitzer der Herrschaft Sakrau Herrn Grafen v. Haslingen ein Vertrag abgeschlossen worden, wonach letzterer von den am 1 Oktober 1926 Zurückzugebenden Siedlungsäckern (nicht früher weil diese bis dahin rechtskräftig verpachtet bleiben müssen an der Schosse zwischen Cisek und Sukowitz eine Fläche von 6 Morgen. Platz für den Spiel und Sportverein Cisek zugleich auch für die Schule Cisek abtritt. Als Pechpreis pro Morgen werden 2 Zentner weisen und 6,50 M für Steuern vereinbart die Pacht ist immer am 1. Juli zur jeweiligen Breslauer Notiz an das Rentenamt Sakrau zu entrichten. Der Vertrag ist zu nächst für den Zeitraum von 3 Jahren und zwar vom 1 Oktober 1926 bis dahin1929 abgeschlossen und läuft immer auf 1 Jahr weiter. Wenn er nicht von einem der Vertraglich stehenden drei Monate vor Ablauf eines Pachtjahres schriftlich gekündigt wird. Der Vertrag ist datiert vom 28 September 1925 und unterzeichnet. Von dem Verpächter: Gemeindevorsteher Pillich Cisek als Schulverbandsvorsteher – Stellvertreter. Der Orginal dieses Vertrags befindet sich beim Landratsamt Cosel und eine Abschrift beim Oberschlesischen Spiel und Eis lauf Verbande in Gleiwitz (Spielinspektor Münzer) Entlich! Was lange währt wird gut ! Ende des ersten Buches.

Es geht tatsächlich wieder weiter mit der Geschichte:

[ "Geht dich gar nichts an!" kommt als akkustische telepathische Antwort von Karolin inklusive dem Ăźbermittelten GefĂźhl der akuten Genervtheit. "Soso, kĂśnnen wir trotzdem nebenher reden?" Auch Sascha hat den Nachrichtenmodus inzwischen auf akkustisch umgeschaltet. "Ăśber was willst du denn reden?" - "ćhm, Ăźber deinen Urlaub nach Italien. Was hat der fĂźr einen Sinn? Du kannst Italien genau so gut virtuell besichtigen; naja, eigentlich sogar viel besser." Nach dieser Frage atmet Karolin virtuell tief ein, seufzt und entgegnet verbittert: "Ach, du wĂźrdest das doch sowieso nicht verstehen. Und jetzt lass mich mal bitte in Ruhe. Hast du gerade niemanden in deinen komischen Magic Realms, den du verkloppen kannst?" Auf diese Bemerkung schickt Sascha seiner kleinen Schwester den sensorischen Datenstrom seines letzten virtuellen Kampfes, wobei Karolin aber in einem virtuellen MenĂź das Häkchen bei der Option "Schmerzdaten akzeptieren" wegklickt, da sie schon gewisse Erfahrungen mit Saschas Eskapaden gesammelt hat. Nach einigen Sekunden meckert Karo empĂśrt: "Freak! Wieso tust du dir sowas freiwillig an? Kannst du nicht etwas Harmloseres machen, wie Autorennen fahren?" - "NĂś, Rennen sind sowas von stupide. Bei Arcane Realms 2 hat man aber die totale Erfahrung! Das ist eine ganz eigene Welt und eine viel interessantere obendrein! Der Programmierer der Materialität hatte ja mal sowas von keine Fantasie!" Leicht frustriert beendet Karo das Gespräch mit den Worten: "Wie du meinst. Bye!"

Enttäuscht muss Sascha feststellen, dass die Nachricht
Ihr Gesprächspartner ist jetzt nicht mehr verfßgbar.
darauf hindeutet, dass seine Schwester genug von diesem netten Kaffeklatsch hat. "Luzifer, finde heraus, was Karolin gerade macht!" denkt Sascha an seinen Helfer, eine kĂźnstliche Intelligenz, die ihren Sitz in einem Atomarcomputer in der GrÜße eines Stecknadelkopfs hat, welcher in Saschas Gehirn implantiert ist und Daten hocheffizient in den Quantenzuständen einzelner extrem stark heruntergekĂźhlter Atome speichert. Falls Karolin ernst zu nehmende Sicherheitssoftware verwenden wĂźrde, wäre ein derartiger Befehl natĂźrlich illegal. Aber scheinbar macht sich Karo keine echten Sorgen um ihre virtuelle Privatssphäre, weswegen Luzifer nur den Bruchteil einer Sekunde braucht, um herauszufinden, dass sie sich in einer virtuellen Umgebung befindet, die vom Softwarepaket Eternal Summer Club generiert wird. Diese Info präsentiert er samt der Adresse des Servers seinem Meister Sascha. "Ist diese Umgebung fĂźr mich zugänglich?" fragt Sascha seinen virtuellen Helfer. Saschas Plan ahnend, erwidert ihm Luzifer: "Ja, keinerlei Beschränkungen. Ist ja nur ein harmloser virtueller Sandstrand fĂźr Jugendliche. Soll ich dir gleich einen typischen Avatar generieren? GroĂź, muskulĂśs, braungebrannt, mit Holotattoos, blonden Haaren, weiĂźen Federn an den Armen, Platinohrringen, aber nicht zu Ăźbertrieben und klischeehaft?" Bevor Sascha seine Antwort in Gedanken fassen kann, wird er auch schon mit einer holographischen Vorschau des vorgeschlagenen Avatars konfrontiert. Schweigend nimmt er zur Kenntnis, dass dieser Avatar keinerlei erkennbare ćhnlichkeit zu seinem eigenen KĂśrper aufweist. Nach kurzem Ăśberlegen ist sich Sascha sicher: "Perfekt! Ich gehe rein!"

An der Theke einer kleinen Strandbar sitzen nebeneinander die Avatare junger Menschen, die ihren materiellen KÜrpern ebensowenig entsprechen. Ein durchtrainierter Schwarzer mit blauer Sonnenbrille und Glatze fragt die kleine, zierliche schwarzhaarige Chinesin neben ihr: "Sag mal, was hat dich vorhin so abgelenkt?" - "Ach, nichts. Nicht so wichtig." Unterdessen genehmigt sie sich einen weiteren Schluck violetter, hochprozentiger alkoholischer Flßssigkeit aus ihrem praktisch unmÜglich gewundenen Glas. "Du machst aber nicht den Eindruck als ob du nichts wichtiges gemacht hättest. Komm, sag schon. Kann doch nicht so wild sein." hakt er weiter nach. Einen weiteren Schluck später packt sie dann doch aus: "Ach, das war mein Bruder. Manchmal fällt ihm nichts besseres ein als mich zu belästigen." - "Was wollte er denn von dir?" - "Ach, nichts. Er wollte mich anscheinend nur kritisieren. Wegen meinen Urlaubsplänen. Und am Ende wollte er sich wieder ßber Gott lustig machen, glaube ich." Nach einer kurzen Pause erkundigt sich Karo bei ihrem Freund: "Leo, glaubst du eigentlich an Gott?"

"ćhm, nein. Wieso? Spielt das etwa eine Rolle?"
"Doch, natĂźrlich. Willst du denn nicht nach deinem Tod weiterleben und in den Himmel kommen?"
"So etwas wie den Tod gibt es doch gar nicht mehr. In jedem einzelnen Augenblick werden unsere Gehirnzellen gescannt und der Geisteskern speichert eine Kopie unseres ganzen Geistes. Und selbst wenn der Geisteskern zerstĂśrt wird, gibt es immernoch Backups von uns, die in gesicherten Datenspeichern herumliegen. Heutzutage stirbt man nicht mehr, so wie damals in der alten Zeit."
"Aber die Seele wird dabei doch nicht mitkopiert. Eine Seele kann man nicht so einfach auf einen digitalen Geistesträger kopieren. Wenn man als normaler Mensch stirbt, ist man tot. Da helfen auch keine komischen Backups mehr."
"Doch, die Seele wird natĂźrlich mitkopiert. Es wird einfach alles kopiert! Da bleibt nichts anderes Ăźbrig. Es steckt alles in den Daten!"
"Ein Mensch kann aber nur eine einzige Seele haben. Wenn alles kopiert werden wßrde, hätte ein Mensch auf einmal zwei Seelen und das kann doch nicht gehen."
"Aber sicher geht das! Es darf doch sowieso nur eine der Versionen aktiv sein: Das Original oder die Kopie. Beide haben eine Seele, aber nur eine lebt aktiv weiter, während die andere inaktiv ist. Am Ende entwickeln sich beide Versionen auseinander und werden zu verschiedenen Personen. Das ist alles gesetzlich genau geregelt."
"Nein, das stimmt nicht. Uploads haben keine Seele. Das sind gottlose GeschĂśpfe und das Uploaden ist eine der schwersten SĂźnden. Oder denkst du etwa, dass Gott Uploads im Himmel aufnehmen wĂźrde? Von Uploads steht nichts in der Bibel!"
"Auf die Bibel kann man sich aber auch nicht verlassen. Nach der Bibel hätte die Welt sowieso schon längst untergehen mßssen. Ist aber offensichtlich nicht passiert. In diesem alten Schinken sind doch fast nur erfundene Märchengeschichten drin."
"Gar nicht wahr! Die Bibel ist das Wort Gottes! Und wenn irgendjemand meint, im Wort Gottes sei ein Fehler, dann muss er die Bibel wohl falsch interpretiert haben."
Als Leo auffällt, dass sich Karolin nun heftig in diese Diskussion hineinsteigert, schlägt er nun gemäßigtere TÜne an.
"ćhm, vielleicht. Woher soll ich das wissen? Bin ja kein Theologe. Gehen wir jetzt wieder Wasserski fahren?"

Sascha ist nun mitten im virtuellen Strand und blickt sich in einem GetĂźmmel von Ăźber Tausend Menschen um. "Kannst du herausfinden, was fĂźr einen Avatar meine Schwester gerade hat, Luzifer?" fragt er innerlich verbal seinen Helfer. "Kein Problem, schau mal her." antwortet Luzifer und blendet ein Hologramm in Saschas Sichtfeld ein, das seine Schwester Karolin als Chinesin zeigt. Bei diesem Anblick muss Sascha grinsen, weil ihr Avatar viel niedlicher aussieht als die echte Karo aus Fleisch und Blut. Hilflos sucht er in der Menge nach dem Avatar seiner Schwester, findet ihn aber nicht, weil einfach viel zu viele Menschen den Sandstrand bevĂślkern. "Luzifer, hilf mir mal, Karo zu finden." - "An der Standbar auf der rechten Seite, 286 Meter von deiner momentanen Position entfernt."

Als Sascha noch etwa 150 Meter von der Strandbar entfernt ist, bemerkt er eine zierliche Gestalt, die in Richtung Meer spaziert und wohl der Avatar seiner Schwester sein dßrfte. Ohne selber bemerkt zu werden, beobachtet er seine Schwester und deren Begleitung. "Wer ist dieser Typ da, Luzifer?" - "Das weiß ich leider nicht. Der Datenstrom dieser Person ist verschlßsselt, aber vermutlich handelt es sich dabei um Leonhard Seicht, Karolins aktuellem Freund." Während der mutmaßliche Leonhard in ein frei stehendes Motorboot steigt, schnappt sich Karolin ein paar Skier und macht sich bereit.

Eine gute halbe Stunde lang, schaut Sascha zu, wie sich seine Schwester vom Motorboot ihres Freundes ziehen lässt und ßber verschiedene Schanzen springt. Entweder hat sie offenbar im Wasserski Übung oder sie lässt sich von ihrem Helfer unter die Arme greifen. Jedenfalls bietet sich fßr Sascha keine Gelegenheit, seine Schwester beim ins Wasser Fallen zu beobachten, was dafßr sorgt, dass sich in ihm eine gewisse Enttäuschung breit macht.

Karolins Freund muss aufgefallen sein, dass sie die ganze Zeit beobachtet worden sind, denn nach dem Ende des spaßigen Zeitvertreibes geht er schnurstracks auf Sascha zu, der einfach nur am Strand steht und die beiden anschaut. Als sich Karolin, Leonhard und Sascha gegenßberstehen, fragt Leo: "Wieso beobachtest du uns eigentlich die ganze Zeit? Sind wir wirklich so gut?" Mit einem leichten Grisen antwortet Sascha: "Das nicht, aber ihr seid ein wirklich schnuckeliges Paar." Irritiert meldet sich Karo zu Wort: "Sag mal, kennst du uns irgendwoher?" Allein das Grinsen auf Saschas Gesicht, das sich langsam verbreitert und seine KÜrperhaltung lassen in ihr einen Verdacht hochkommen. Schnell schickt sie eine Textnachricht an Saschas Instant Messenger: "Hey Sascha, was machst du eigentlich gerade?", worauf sie promt die Antwort bekommt "Nicht, nichts!" Aber sie lässt keineswegs locker: "Dein Avatar sieht scheiße aus!" Das plÜtzliche Verschwinden des ßbertriebenen Lächelns ist ihr Beweis genug. Vor Leonhard stellt sie ihn zur Rede: "Sascha, was machst du hier? Wieso spionierst du mir nach?" Lapidar entgegnet er: "Es gibt da etwas, das ich gefunden habe und das dich ziemlich interessieren kÜnnte. Hätte ich dir das nur als Nachricht geschickt, hättest du mich wahrscheinlich ignoriert." ]

· 

Rassenkampf und Weltverschwörung

Diese zwar nicht fröhliche, dafür aber durch und durch närrische und gleichzeitig gemeingefährliche Naturwissenschaft vom gesellschaftlichen Menschen war den Dämonen und Furien des
kapitalistischen Konkurrenz-Bewußtseins genügend auf den Leib geschrieben, um leicht mit einer
anderen Ausgeburt des daraus systemisch hervorgegangenen Denkens verschmelzen zu können,
nämlich mit dem modernen Rassenwahn. Schon die großen Aufklärungsphilosophen mit Kant an
der Spitze hatten ja die Menschen Afrikas als die auf der niedrigsten Stufe stehenden »Tiermenschen« definiert. Neun Jahre vor seinem Traktat zur Verherrlichung der Konkurrenz verbreitete sich der Mitbegründer kapitalistischer Vernunft über die »verschiedenen Rassen der Menschen«, um dabei zu dem Schluß zu kommen:

»Übrigens ist feuchte Wärme dem starken Wuchs der Tiere überhaupt beförderlich, und kurz, es
entspringt der Neger, der seinem Klima wohl angemessen, nämlich stark, fleischig, gelenk, aber unter der reichlichen Versorgung seines Mutterlandes (!) faul, weichlich und tändelnd ist« (Kant 1993 XI/1775, 23).

Unter dem Aspekt der Kampagne gegen die »Faulheit« zwecks »Verfleißigung« (Industrialisierung)
des Menschenmaterials mußten »die Neger« als Negativexempel herhalten; und kein Zweifel: den
Herren der »Schönen Maschine« ist es auf der ganzen Linie gelungen, den afrikanischen Bevölkerungen die »reichliche Versorgung ihres Mutterlandes« in die künstliche Knappheit kapitalistischer
»Vaterländer« auf der untersten Stufe der Weltmarkt-Pyramide zu verwandeln. Daß die Afrikaner
aber auch zu gar nichts zu gebrauchen seien und von Natur aus kujoniert werden müßten, wußte
Kant schon früh in seiner Abhandlung »Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen« apodiktisch darzulegen:

»Die Negers von Afrika haben von der Natur kein Gefühl, welches über das Läppische stiege. Herr
Hume fordert jedermann auf, ein einziges Beispiel anzuführen, da ein Neger Talente gewiesen habe,
und behauptet: daß unter den Hunderttausenden von Schwarzen, die aus ihren Ländern anderwärts
verführt werden, obgleich deren sehr viele auch in Freiheit gesetzt werden, dennoch nicht ein einziger jemals gefunden worden, der entweder in Kunst oder Wissenschaft, oder irgend einer ändern
rühmlichen Eigenschaft etwas Großes vorgestellt habe, obgleich unter den Weißen sich ständig
welche aus dem niedrigsten Pöbel empor schwingen [...] Die Schwarzen sind sehr eitel, aber auf
Negerart, und so plauderhaft, daß sie mit Prügeln müssen auseinander gejagt werden« (Kant
1988 II/1764, 880).

Auch die Entwicklungstheorie Hegels setzte diese rassistische Diskriminierung fort, indem sie die
Kultur der »Neger« als die unterste, vorzivilisatorische Phase des entäußerten »Weltgeistes« abstempelte; so z. B. in den Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte:

»Jenes eigentliche Afrika ist [...] das Kinderland, das jenseits des Tages der selbstbewußten Geschichte in die schwarze Farbe der Nacht gehüllt ist [...] Bei den Negern ist [...] das
Charakteristische gerade, daß ihr Bewußtsein noch nicht zur Anschauung irgendeiner festen Objektivität gekommen ist, wie zum Beispiel Gott, Gesetz, bei welcher der Mensch mit seinem Willen
wäre und darin die Anschauung seines Wesens hätte. Zu dieser Unterscheidung seiner als des Einzelnen und seiner wesentlichen Allgemeinheit ist der Afrikaner in seiner unterschiedslosen,
gedrungenen Einheit noch nicht gekommen, wodurch das Wissen von einem absoluten Wesen, das
ein anderes, höheres gegen das Selbst wäre (!), ganz fehlt. Der Neger stellt [...] den natürlichen
Menschen in seiner ganzen Wildheit und Unbändigkeit dar [...] es ist nichts an das Menschliche
Anklingende in diesem Charakter zu finden« (Hegel 1992/1837,120 ff.).

Die »wesenhafte Allgemeinheit«, die ein »absolutes Wesen« darstellt, das ein »höheres« gegen das
»Selbst« wäre, ist natürlich nichts anderes als die Selbstzweck-Maschine des Kapitals, deren absoluter (also totalitärer) Anspruch jede Form menschlichen Daseins, die den Kategorien von Markt
und Konkurrenz nicht entspricht, aus der Menschheit exkommunizieren muß. In Frankreich kreierte
Auguste Comte (1798-1857), der positivistische Vulgarisator Hegels, eine einschlägige »Stadientheorie« der Menschheit, die von der angeblichen Menschenfresserei der »Wilden« bis zu den
»Auserwählten oder [...] den Vortrab der Menschheit« reicht, der »den größeren Teil der weißen
Rasse oder die europäischen Nationen (umfaßt)« (Comte 1933/1881, 167). Obwohl der Rassenbegriff bis dahin noch eher kulturtheoretisch motiviert war, enthielt er mit dem Kriterium der
Hautfarbe bereits ein biologistisches Merkmal.

Daran anschließen konnte der französische Diplomat und Publizist Joseph Arthur Graf de Gobineau (1816-1882), der den Mythos der »arischen Edelrasse« erfand. Gobineau gehörte noch zu
den Ideologen der alten absolutistischen Elitetheorien, die im drohenden gesellschaftlichen Niedergang des Adels den Untergang der Menschheit heraufdämmern sahen. Diesen Gedanken versuchte
er in einer eigenartigen Mischung aus selbstgebastelten Mythologemen und der aufkommenden sozialbiologistischen Ideologie als Muster des Niedergangs in der gesamten Geschichte zu
identifizieren. Der Mythos vom »Ariertum«, ursprünglich aus rein sprachgeschichtlichen Erkenntnissen (hinsichtlich der Verwandtschaft der sogenannten indogermanischen Sprachen) völlig willkürlich zu einer phantasmagorischen Rassenlehre aufgeblasen, blühte schon seit Beginn des 19.
Jahrhunderts; der Verweis auf das angebliche gemeinsame »Blut« war dabei allerdings (wie auch
noch bei Gobineau) eher als eine irrationale kulturelle Metapher zu verstehen.

Durch die Verschmelzung mit dem Darwinismus nahm auch die Rassentheorie einen unmittelbar biologistischen Charakter an, der ihren von Haus aus wahnhaften und destruktiven Charakter
gewissermaßen verdoppelte. Schon Gobineau sah als einziges Mittel gegen den (fatalistisch als unaufhaltsamen gedachten) Verfall durch »ständige Blutsmischung« den Kampf um die »Reinhaltung
der Rasse« an, wobei er die noch »relativ reinsten« Überreste der ominösen Arier grundsätzlich in
der »weißen Rasse« sah und innerhalb dieser wieder »die Germanen« favorisierte, deren »Rassenkern« er noch am meisten in gewissen Gegenden Frankreichs, in Skandinavien und
Norddeutschland erhalten glaubte. Gobineaus »Versuch über die Ungleichheit der Rassen« war
schon im Revolutionsjahr 1848 erschienen, also noch vor Darwins »Entstehung der Arten«. Erst in
der Folgezeit wurde die Rassenlehre mit der darwinistischen Vererbungslehre und »Eugenik« aufgeladen.

Daß eine Art »Inzucht«-Philosophie einerseits und die Idee einer Höherentwicklung durch genetische Varianz andererseits selbst innerhalb des biologistischen Konstrukts nicht unbedingt
logisch zusammenpassen, tat der Wirksamkeit des darwinistischen Rassismus (oder rassistischen
Darwinismus) keinen Abbruch. Auf solche Ungereimtheiten kam es nicht an; denn die biologischen
Gegenstände im eigentlichen Sinne sind im Kontext des Rassenwahns Schall und Rauch, da er seine
Kraft eben aus einer ganz anderen Logik bezieht, die mit der realen Untersuchung biologischer Prozesse nur indirekt etwas zu tun hat. Die irrlichternde Verbindung von Rassenlehre und
darwinistischer Eugenik diffundierte unaufhörlich zwischen kulturalistischen und biologistischen
Mustern, die sich überlagerten und immer absurdere Kombinationen hervorbrachten; bis hin zu einer Biologisierung der Religion oder einer religiösen Rassenbiologie.

Einer der wirksamsten Propagandisten dieser konkurrenzgesellschaftlichen Paranoia des Kapitalismus wurde der Deutschengländer Houston Stewart Chamberlain (1855-1927), dessen
dickleibiger Rassenschmöker »Die Grundlagen des XIX. Jahrhunderts« seit 1899 riesige Auflagen
und Übersetzungen in die wichtigsten westlichen Sprachen erlebte. Mit wahnhafter Akribie hechelt
der Autor auf mehr als tausend Seiten nahezu die gesamte Geschichte einschließlich der Kunstformen nach »rassischen« Gesichtspunkten durch und lieferte damit seiner Zeit eine umfassende
sozialbiologistische Deutung auf der historisch-kulturellen Ebene. Der Kampf um die »Rassenreinheit« avancierte so zum ideologischen Zielkorridor für das beginnende 20. Jahrhundert, mit mehr oder weniger tiefgreifendem Einfluß in ausnahmslos allen kapitalistischen Ländern und Modernisierungsgesellschaften.

Aus Darwinismus, Rassenwahn und der Verheiratung beider Konstrukte, aus den unfreiwillig
parodistischen Elementen einer androzentrischen Naturwissenschaft vom Menschen, dem Spuk von
»Ariern« und »Germanentum«, der Eugenik oder »Rassenhygiene« (wie die Idee landwirtschaftlicher Menschenzucht fortan meistens genannt wurde) und der Selektion von »Minderwertigen«
bildete sich so eine dualistische Rangordnung des imperial-kapitalistischen Systems auf allen Ebenen heraus: biologisch elitäre Herrenmenschen, »weiße Rasse«, »erbgesunde« Normalos,
kampfkräftige Männer auf der einen Seite; zu beherrschendes und biologisch inferiores Menschenmaterial, »Entartete« und Kranke, geborene Verbrecher, Frauen, »farbige Rassen« auf der anderen Seite.

Diese fortentwickelte Version der besten aller Welten wäre freilich nicht vollständig gewesen
ohne ein düsteres Gegenbild zu den imaginierten Lichtgestalten des darwinistischen und rassistischen Wahns. Denn so phantasmatisch die immanenten Verarbeitungs- und Reflexionsformen der
inneren und äußeren imperialen Konkurrenz auch waren, sie mußten alle Aspekte des weiterentwickelten industriekapitalistischen Systems erfassen. Ein wesentlicher Aspekt aber war natürlich die Selbstunterwerfung und Selbstauslieferung der konkurrierenden Herrenmenschen unter den dunklen Fetisch-Gott der »schönen Maschine« und unter das Fatum der Konkurrenz, das die Möglichkeiten von Krise, Scheitern und Untergang einschloß. Die Tatsache, daß dem selbstherrlichen Subjekt der Konkurrenz das »automatische Subjekt« eines blinden, übergeordneten Bezugssystems gegenübersteht, mußte im alptraumartigen Charakter des darin eingeschlossenen Denkens irgendwie
auftauchen.

Es fehlte also noch ein Traumgespenst - die Verkörperung des biologisch Bösen. Jede Gesellschaft, die sich ihrer selbst nicht bewußt ist und sich in pseudo-naturgesetzlichen, selbstzweckhaften Denk- und Handlungsformen bewegt, benötigt die Idee eines als fremd und äußerlich gedachten »Bösen«, um die verdrängten, nicht ins Bewußtsein integrierten Momente des eigenen Selbst zu bannen. Im rein oberflächlichen und politischen Sinne waren die »Reiche des Bösen« natürlich die
imperialistischen Konkurrenten, die entsprechend schwarzgemalt wurden. Aber diese Zuordnung
reichte bei weitem nicht aus, um die Unfaßbarkeit des Bösen ausreichend zu definieren, das auch in
der eigenen Gesellschaft als dämonischer »innerer Feind« darstellbar sein mußte. Wenn das System
der Verwertung des Werts und der allseitigen Konkurrenz an sich gut war, dann mußten die unübersehbaren und für die Zukunft noch drohenden negativen Wirkungen von einer omnipräsenten, aber
biologisch fremden und bösen Gegenmacht ausgehen. Die inferioren Menschenkategorien konnten
dieses Böse nicht darstellen, dafür waren sie nicht satisfaktionsfähig genug. Es wäre für die Herrenmenschen der Konkurrenz innerhalb ihres eigenen Wahnsystems ehrenrührig gewesen, von
»Entarteten«, Frauen oder Farbigen und sonstigen »Untermenschen« womöglich niederkonkurriert,
zum historischen Niedergang verurteilt oder sonstwie ruiniert zu werden.

Das reif werdende kapitalistische System benötigte also für die Verkörperung seiner eigenen
Negativität im Kontext des biologistischen Weltbilds eine »böse Gegenrasse« von »negativen
Übermenschen« - und diese fand sich in Gestalt der Juden. Eine solche Interpretation des Bösen im
Kapitalismus konnte sich auf eine lange Tradition beziehen. Schon im Mittelalter waren die jüdischen Gemeinden als »Christusmörder« aberwitzigen Phantasien (z. B. dem Verdacht
kannibalistischer Ritualmorde an Christenkindern) und periodischen Verfolgungen ausgesetzt gewesen. Weil sie in den meisten Ländern vom landwirtschaftlichen Grundbesitz ebenso
ausgeschlossen waren wie von der Zulassung zum zünftigen Gewerbe, hatten sich zumindest in
West- und Mitteleuropa viele Juden zwangsläufig auf Handels- und Geldgeschäfte verlegt; vom
ambulanten Elendsgeschäft und der Lumpensammlerei bis zum Geldverleih. In der negativen Zuordnung wurden die Juden daher generell mit der Figur des Geldmenschen und Geschäftemachers
gleichgesetzt und als Verkörperung des amoralischen Geldhungers und blutsaugerischen Wuchers
stigmatisiert, was viel eher auf die absolutistischen Herrscher und ihre Apparate zugetroffen hätte
(hier zeigt sich schon die projektive Entlastungsfunktion des antisemitischen Syndroms für die Modernisierung).

Je mehr die kapitalistische Produktionsweise die gesamte Gesellschaft erfaßte und die »schöne
Maschine« entfesselt wurde, desto größer wurde auch der Bedarf für diese Projektion: Das Unheimliche an der subjektlosen, stummen Herrschaft des auf sich selbst rückgekoppelten Geldes konnte so auf die finsteren Machenschaften einer fremden Subjektivität zurückgeführt werden. Der religiöse Affekt des Mittelalters wandelte sich zum modernen Antisemitismus, der diesen Affekt auf das säkularisierte, quasi-religiöse Bezugssystem der kapitalistischen Weltmaschine übertrug und die
Negativität der Verwertung des Werts als »jüdisches Wesen« definierte: Was schlecht ist an der
Herrschaft des Geldes, das muß »jüdisch« sein. Auch ihrer häufig zwangsghettoisierten sozialen
Existenzweise nach eigneten sich die jüdischen Gemeinden für diese projektive Zuordnung des Bösen und Fremden im Körper der eigenen Gesellschaft. In einer Welt von kapitalistischen Nationen
und erfundenen »Völkern« gab das quer über diese Realkonstrukte der Modernisierung ausgestreute
»Volk« der Juden gleichzeitig eine Projektionsfläche für die Gefährdungen des globalen »Kampfes
ums Dasein« ab: Der »internationale Jude« erschien als Gegenbild des nationalbewußten Vorkämpfers; die größere transnationale Flüssigkeit des Geldkapitals im Vergleich zur zunehmend national

zentrierten industriellen Warenproduktion wurde zum »jüdischen Gegenstand« und die Existenz einiger bekannter jüdischer Bankiersfamilien (mit den berühmten Rothschilds an der Spitze) zum
Phänomen eines heimtückischen »internationalen jüdischen Finanzkapitals« erklärt.

In der Verschmelzung mit dem Darwinismus verfiel auch das antisemitische Syndrom der biologistischen Deutung: Die postulierte Negativität des Jüdischen, seine Definition als Macht des
Unheimlichen in der Moderne, erschien nun als biologische »Rasseneigenschaft«. Die antisemitische Paranoia verkehrte die eigenen imperialistischen Ansprüche in einen »Griff der jüdischen
Rasse nach der Weltmacht« und die blinden, unberechenbaren Prozesse der kapitalistischen Weltmarktkonkurrenz in eine phantastische »jüdische Weltverschwörung«, wie es exemplarisch Houston
Stewart Chamberlain in seinem Machwerk vorführt:

»Von idealen Beweggründen bestimmt, öffnete der Indoeuropäer in Freundschaft die Tore: Wie ein
Feind stürzte der Jude herein, stürmte alle Positionen und pflanzte - ich will nicht sagen auf den
Trümmern, doch auf den Breschen unserer echten Eigenart die Fahne seines uns ewig fremden Wesens auf. Sollen wir die Juden darob schmähen? Das wäre ebenso unedel, wie unwürdig und
unvernünftig. Die Juden verdienen Bewunderung, denn sie haben mit absoluter Sicherheit nach der
Logik und Wahrheit ihrer Eigenart gehandelt, und nie hat Humanitätsduselei (welche die Juden nur
insofern mitmachten, als sie ihnen selber zum Vorteil gereichte) sie auch nur für einen Augenblick
die Heiligkeit der physischen Gesetze vergessen lassen. Man sehe doch, mit welcher Meisterschaft
sie das Gesetz des Blutes zur Ausbreitung ihrer Herrschaft benutzen: der Hauptstock bleibt fleckenlos, kein Tropfen fremden Blutes dringt hinein [...] inzwischen werden aber Tausende von
Seitenzweiglein abgeschnitten und zur Infizierung der Indoeuropäer mit jüdischem Blute benutzt.
Ginge das ein paar Jahrhunderte so fort, es gäbe dann in Europa nur noch ein einziges rassenreines
Volk, das der Juden, alles Übrige wäre eine Herde pseudohebräischer Mestizen, und zwar ein unzweifelhaft physisch, geistig und moralisch degeneriertes Volk [...] Den Juden wurde nunmehr die
Weltherrschaft und der Besitz aller Schätze der Welt versprochen, namentlich alles Goldes und alles
Silbers [...] das ist nunmehr die Zukunft, welche dem Juden vorgespiegelt wird. In Demut soll er
sich vor Gott beugen, nicht aber in jener inneren Demut, von der Christus spricht, sondern er beugt
das Haupt vor Jahve, weil ihm verheissen wird, durch die Erfüllung dieser Bedingung werde er allen Völkern der Welt den FUSS auf den Nacken setzen, Herr und Besitzer der ganzen Erde werden. Diese eine Grundlage jüdischer Religion schliesst also ein direktes verbrecherisches Attentat auf alle Völker der Erde ein, und zwar kann das Verbrechen nicht darum in Abrede gestellt werden, weil die Macht zur Ausführung bisher fehlte; denn die Hoffnung selbst ist es, die verbrecherisch ist und die das Herz des Juden vergiftet [...] Hier triumphiert die Macht der Idee in einer erschreckenden Weise: in einem gut beanlagten, doch weder physisch noch geistig ungewöhnlich hervorragenden Volke erzeugt sie den Wahn einer besonderen Auserwähltheit [...] (und) macht es so unabwendbar [...] zu einem offenen oder versteckten Feind jedes anderen Menschen, zu einer Gefahr für jede Kultur, dass es zu allen Zeiten und an allen Orten den Hochbegabten das tiefste Mißtrauen einflösste und dem sicheren Instinkt des Volkes Abscheu [...] Der Gedanke, die Nation durch das strenge Verbot der Mischehen zu isolieren und aus dem hoffnungslos bastardierten Israeliten eine Edelrasse zu züchten, ist geradezu genial [...] Ich sage also, die Männer die das Judentum gründeten, wurden nicht von bösen, eigensüchtigen Absichten geleitet, sondern von einer dämonischen Kraft, wie sie nur ehrlichen Fanatikern eigen sein kann; denn das furchtbare Werk, das sie vollbrachten, ist in jedem Punkte vollkommen [...] Man kann das Judentum und seine Macht, sowie seine unausrottbare Lebenszähigkeit nicht verstehen, man kann den Juden unter uns, seinen Charakter, seine Denkart
nicht gerecht und treffend beurteilen, solange man dieses Dämonisch-geniale in seinem Ursprung
nicht erkannt hat« (Chamberlain 1934/1899, 382ff., 532ff.).

Diese exemplarische und vor Hitler wirkungsmächtigste Version des antisemitischen Syndroms
zeigt nicht nur die Projektion, mit deren Hilfe die Irrationalität der kapitalistischen Ökonomie in Eigenarten der jüdischen Religion übersetzt wird, sondern durch die rassistische Biologisierung
verwandelt sich das »fremde jüdische Wesen« auch in die unentrinnbare Objektivität der »dämonischen Gegenrasse«, deren Mitglieder nicht subjektiv zu tadeln sind, da sie nur ihrer biologischen
Natur gemäß handeln. Gerade diese pseudo-naturwissenschaftliche »Anerkennung« des imaginierten »Rassengegners« läßt letzten Endes nur noch die Logik der physischen Vernichtung offen, da
eine menschliche Verständigung mit den stummen »Gesetzen des (fremden) Blutes« nicht mehr
möglich ist. Die Analogie zu den stummen, nicht verhandelbaren Gesetzen von Markt und Konkurrenz ist offensichtlich. Der Antisemitismus als Ausgeburt der Modernisierung erwies sich so
frühzeitig als die Übergipfelung des gewöhnlichen Rassismus und Biologismus, insofern er die imperiale Konkurrenz in eine irrationale Geisterschlacht zwischen der »Arier- oder Germanenrasse«
auf der einen und der »jüdischen Fremdrasse« auf der anderen Seite verwandelte, wobei die gemeinen Hetzer und Verfolger einer seit Jahrhunderten drangsalierten Minderheit sich in die Rolle der
letzten Verteidiger einer fast schon gefallenen, von den Ausgeburten des »Fremden« bedrängten
arisch-germanischen Festung des Deutsch- und Europäertums hineinstilisierten.

Es ist kaum vorstellbar (und wird auch meistens nur ungern thematisiert), welche Kreise diese
im wahrsten Sinne des Wortes irren Ideologien des Rassismus und Antisemitismus schon in den
Jahrzehnten zwischen 1870 und dem Ersten Weltkrieg zogen, wie es vor allem Leon Poliakov in
seiner umfangreichen »Geschichte des Antisemitismus« aufgedeckt hat. Nicht nur in Deutschland
(das einen besonders schweren Fall darstellen sollte) wurden die Eliten und die Intelligenzia fast
ausnahmslos von diesen Gedanken geradezu besessen. Zu den Bewunderern von Chamberlain gehörten zum Beispiel auch der US-Präsident Theodore Roosevelt, Bernard Shaw und Leo Tolstoi (Poliakov 1988, VII, 36).

Diese allgemeine geistige Stimmung wurde bei bestimmten Gelegenheiten nach oben gespült,
so etwa durch die berühmte Dreyfus-Affäre in Frankreich, dem Fall des 1894 durch ein Komplott
zu Unrecht als Spion für Deutschland verurteilten und degradierten jüdischen Offiziers Alfred
Dreyfus (1859-1935), der trotz der Entdeckung von Fälschungen zugunsten der Anklage und dem
Nachweis eines anderen Täters 1897 lediglich »begnadigt« und erst 1906 freigesprochen wurde.
Diese Affäre löste einen Sturm antisemitischer Hetze in der Öffentlichkeit aus, der trotz (oder gerade wegen) der Aufdeckung der Affäre immer wieder hochkochte; wenngleich sich der französische
Antisemitismus im Vergleich mit dem deutschen durch »ein Quentchen Leichtfertigkeit« und insofern »mildernde Wirkungen« auszeichnete - im Unterschied zu Preußen-Deutschland verschmähten
es die französischen Antisemiten zum Beispiel nicht, sich mit Juden zu duellieren! (Poliakov 1988,
VII, 58 ff.). Aber sogar unter den Verteidigern von Dreyfus, die wenigstens die Niederträchtigkeit
des Komplotts und die Rechtsbeugungen brandmarkten, fanden sich ganz »unschuldige« antisemitische Äußerungen »im allgemeinen«. Die von Chamberlain und verwandten Geistern verbreitete aberwitzige Vorstellung, »die Juden« würden durch ihre beharrliche »rassische« Wühltätigkeit bald die Herrschaft in Europa übernehmen, wurde auch von pro jüdischen und gegen die Pogromhetze gerichteten Stimmen wie selbstverständlich vorausgesetzt.

Beinahe ebenso schlimm aber war es, daß sich jüdische Bürger in fast allen kapitalistischen
Ländern selber Elemente dieser Wahnideen zu eigen machten und entsprechende Äußerungen in bestimmter Weise mittrugen. Das Motiv des »jüdischen Selbsthasses« ist zu oft antisemitisch ausgebeutet worden, um es positivistisch ohne weiteren Kommentar als Erklärung heranziehen zu
können. Der wahre Kern dieses Verhaltens läßt sich vielleicht am ehesten mit dem bekannten Syndrom vergleichen, daß die Opfer von Geiselgangstern häufig zum psychischen Selbstschutz eine Art
Sympathie für ihre Peiniger entwickeln. In der sozialpathologischen Situation des Kapitalismus um
die Jahrhundertwende mußte besonders die Zugehörigkeit zu den Funktionseliten und zur durchwegs nationalistischen Intelligenz einen ungeheuren Anpassungsdruck ausüben, der zu derart
selbstzerstörerischen Reaktionen führen konnte. Nur so ist es zu erklären, daß in den Synagogen
von Paris sogar für die Gesundheit Alexanders III., des offen antisemitischen »Zaren der Pogrome«,
gebetet wurde, weil er ein Verbündeter Frankreichs war (Poliakov 1988, VIII, 130).

Ähnliche Verhaltensweisen und Äußerungen lassen sich bei vielen bekannten jüdischen Literaten und Theoretikern bis in die Zeit des Hitler-Regimes hinein feststellen; ein bis heute weitgehend
verdrängter und unausgewuchteter Tatbestand, obwohl doch gerade ein derart extremes gesellschaftliches Bewußtseinsphänomen geeignet wäre, den tiefsitzenden Charakter des rassistischen
und antisemitischen Syndroms in der Moderne zu erhellen. Aber so genau will es die in ihrem Denken an das warenproduzierende System und seine Kategorien gefesselte liberale, linke und
demokratische Intelligenzia offenbar gar nicht wissen, weil sie vor den Konsequenzen der Kritik zurückscheut.

Es handelt sich eben nicht nur um eine Äußerlichkeit, daß sich die rassistischen und antisemitischen Motive bis auf die großen Geister der Aufklärung wie Voltaire, Rousseau, Kant usw.
zurückverfolgen lassen (vgl. Poliakov 1983, V). Wenn auch die verschiedenen Anknüpfungspunkte
noch viel weiter in die Geschichte zurückreichen, so ist doch der Zusammenhang von Darwinismus,
Sozialbiologismus, Rassenwahn und Antisemitismus ein genuines Produkt der Modernisierung; eine notwendige irrationale Reflexionsform der Konkurrenz und von einer bestimmten
Entwicklungsstufe des Kapitalismus an (wie sie ungefähr seit 1870 erreicht war) eine geradezu gesetzmäßig entstehende immanente Erscheinungsform des Massenbewußtseins. Es gehört zur
Camouflage der Modernisierungsgeschichte, daß sich auch diese in Aufklärung und Liberalismus
wurzelnde biologistische Ideologie ähnlich wie schon der Staatssozialismus dem liberalen »Mutterbewußtsein« gegenüber in neuen »rechtsradikalen« Strömungen und Parteien verselbständigte, die mit dem alten (adelig-absolutistischen) Konservatismus nichts mehr zu tun hatten und im 20. Jahrhundert ihren großen Aufstieg erleben sollten.

Soweit also bis heute Konflikte und wechselseitige Schuldzuweisungen zwischen Liberalismus
und Rassismus/Antisemitismus auftauchen, handelt es sich um einen Zwist innerhalb eines gemeinsamen Bezugssystems, dessen äußerlich gegensätzliche Reflexionen auch ideologisch auf eine gemeinsame Wurzel zurückgehen. Das System einer dem Anspruch und der historischen Tendenz nach totalen Warenproduktion und Konkurrenz bringt notwendig ein manichäisches Konstrukt von »Gut« und »Böse«, von »Freund« und »Feind« hervor, das eben nicht bloß in den abgetrennten »rechtsradikal«-biologistischen Ablegern zum Ausdruck kommt. Soweit der Liberalismus sich gegen das verselbständigte rassistisch-antisemitische Syndrom wendet, kann er dies seinerseits nur durch den Glauben an einen fremden und äußerlichen, aus den Abgründen der Seele aufgestiegenen Atavismus tun: Weil er dieses »Böse« nicht als Fleisch von seinem Fleische wiedererkennen darf, kann er den Irrationalismus selber nur irrational reflektieren.

Gleichzeitig enthält aber der Liberalismus auch unmittelbar die biologistisch-rassistische Matrix in seinen eigenen Denkformen; eine Schnittmenge mit den rechtsradikalen Strömungen ist bis
heute der Sozialdarwinismus in seinen verschiedenen (offenen oder versteckten) Erscheinungsformen geblieben. Um die Jahrhundertwende aber war das liberale Bewußtsein sogar voll und ganz von der »naturwissenschaftlichen« biologistisch-rassistischen und antisemitischen Denkweise durchsetzt; die verselbständigten Formen eines neuen, noch unklaren Rechtsradikalismus blieben nur deswegen bis zum l. Weltkrieg politische Randströmungen, weil die liberalkonservativen Eliten des Imperialismus und ihre Hauptparteien selber auch die Hauptträger der vom Darwinismus ausgehenden biologischen Konkurrenz- und Selektionsideen waren.

Teksty piosenek TIC TAC TOE (jakby ktoś znalazł tłumaczenie to byłoby fajnie gdyby je tutaj umieścił):

Haste was biste was

Reich und Schön ist das neue Gesetz und davon wirst du gehetzt
Es interessiert kein Schwein ob du auf dem Weg dahin verreckst
Es ist wie verhext und wenn du es nicht checkst
Wirst du von anderen verletzt und das gibt dir den Rest

Geld regiert die Welt das ist das Einzige was zählt
Dafür werden Menschen gequält Präsidenten gewählt
Keiner weiß wohin die Reise geht vielleicht ist es schon zu spät
Ich kann nicht glauben das sich alles nur noch um Kohle dreht

Ich hab da ´nen Verdacht wer das Geld hat hat die Macht
Und wer oben ist der lacht weil er über uns wacht
Woher die Knete kommt ist eigentlich Scheißegal
Denn ist sie erst mal da hast du die Wahl

Die Welt liegt dir zu Füßen alle fang an dich zu grüßen
Alle wollen dir plötzlich dein Leben versüßen
Das ist das Spiel paß auf das du es nicht verpaßt
Denn das Spiel heißt:

Haste was biste du was
Ha ha ha ha - jo Motherfucker
Haste nix biste nix
Haste was biste was

Sei ein Egoist weil es das Beste für dich ist
Was interessieren dich die anderen die erzählen doch nur Mist
Hey du willst nach oben ja da wird schon mal gelogen und betrogen
Und der beste Freund durch den Dreck gezogen

Du mußt schon über Leichen gehn das darfst du nicht so eng sehn
Und ist einer am flehen na und dann laß ihn stehn
Ohne Moos nix los und sind deine Träume groß
Nimm dir was du brauchst denn es fällt dir nichts in ´nen Schoß

´n Näschen hier ´n Näschen da ´n Kilo Kaviar
Und wird es irgendwann mal hart rufst du deinen Bodyguard
Du liegst fett in deinem Jet auf deinem Wasserbett
Hast alles im Griff und bist zu allem nett

Sie tun lieber was du sagst denn wenn du sie nicht mehr magst
Wird es knallen und dann läßt du sie fallen
Das ist das Spiel paß auf das du es nicht verpaßt
Denn das Spiel heißt:

Haste was biste du was
Ha ha ha ha - jo Motherfucker
Haste nix biste nix
Haste was biste was

Ich find´dich Scheisse

Auf die Schnelle auf die Schnelle
Machste hier ´ne Riesenwelle
Eingebildet und arrogant
Findst dich auch noch interessant
Denkst so wie du bist ist keiner
Denn der BMW ist deiner
Alles dreht sich nur um dich
Alles andere siehst du nicht

So schön so schön vor dem Spiegel zu stehn
Du denkst du bist was ganz besonderes jede würde mit dir gehn
So hip so geil der Allercoolste auf der Welt
Und du ziehst ´ne Riesenshow ab nur für uns mit deinem Geld

Ich find´dich Scheisse
So richtig Scheisse
Ich find´dich Scheisse
So richtig Sch-sch-scheisse

Rote Lippen - aber grelle
2 Pfund Schminke - Dauerwelle
Eingehüllt in deinem Duft verpestest du die ganze Luft
Jeden Tag nur Sonnenbank du hast dir schon dein Hirn verbrannt
Doch wer braun sein will muß leiden
Es läßt sich leider nicht vermeiden
Spieglein Spieglein an der Wand
Wer ist die Schönste Klügste Beste hier im ganzem Land
Es ist schwer dich zu beschreiben und die Wörter zu vermeiden
Die ich hier nicht sagen will denn was zuviel ist ist zuviel!

Ich find´dich Scheisse
So richtig Scheisse
Ich find´dich Scheisse
So richtig Sch-sch-scheisse

Bla bla bla bl bla bla bla
"Ich bin wirklich obercool" das hör ich von dir jedesmal
Ich kann den Schwachsinn nicht mehr hören du willst doch nur dazu gehören
Es hat doch alles keinen Sinn denn dadurch biste auch nicht In
Sei doch einfach wie du bist
Denn ich glaub dir deine Sprüche wirklich nicht
Willst du mich für dumm verkaufen mach so weiter ´s wird nicht laufen
Aber was erzähl ich dir du bist ja eh das Coolste hier

Ich find´dich Scheisse
So richtig Scheisse
Ich find´dich Scheisse
So richtig Sch-sch-scheisse

Verpiss´dich

Einsam geh ich durch die Strassen durch den Regen durch die Nacht
Warum hast du mich verlassen warum hast du das gemacht
Du hast nur gelacht und gesagt "War doch alles nur ein Spiel ohne Regeln ohne Ziel"
Ich hab an uns geglaubt ich habe dir vertraut
Und jetzt ist alles aus wegen irgend soner Braut
Schau mir in die Augen sags mir ins Gesicht
Ich wills jetzt von dir hörn oder traust du dich nicht

Sag mir nur warum vielleicht bin ich zu dumm
Ich kann es nicht verstehn Mensch du laberst doch nur rum
Erzähl mir nichts von Trieben ich will mich nicht verbiegen
Und ganz bestimmt werd ich mich nicht nochmal in dich verlieben

Verpiss´dich - Ich weiß genau ich vermiss dich
Egal Verpiss´dich - Du weißt genau ich vermiss dich

Ich ertrinke in Gedanken bin immer noch bei dir
Ich kann es nicht ertragen dass ich dich auf diese Art verlier
Es tut weh weil ichs nicht versteh
Ich hoffe nur dass ich euch beiden nie zusammen seh
Ich denk an alte Zeiten werd sie wohl nie vergessen
Wo sind unsere Träume hin ich werde sie vermissen
Warum warum warum bist du so dumm
Warum machst du bloß mit dieser miesen Schlampe rum

Was hat sie was ich nicht habe sag mir ehrlich was es ist
Jetzt ist es zwar zu spät aber was hast du vermisst
Du hast mich verletzt meine träume zerfetzt
Und jetzt kommst du daher mit som blöden Geschwätz

Verpiss´dich - Ich weiß genau ich vermiss dich
Egal Verpiss´dich - Du weißt genau ich vermiss dich

Verpss´dich verpiss´dich verpiss´dich
Ich weiß genau du vermisst mich

Funky

Es sind noch 24 Stunden dann werd ich dich wieder sehn
24 lange Sunden die zu langsam vergehn
Es wird mir heiß und kalt ich kann schon nichts mehr essen
Das ist mir ja noch nie passiert ich kann ihn nicht vergessen
Das Telefon klingelt mein Herz bleibt stehn
Wie kann mir dieser Typ nur so den Kopf verdrehn
Ich heb ab es macht Klick ich glaub ich werd verrückt
Ich hab vor lauter Aufregung den falschen Knopf gedrückt

Ohh Shit das darf ja wohl nicht wahr sein
Ich hoffe nur er war es nicht wie kann man nur so blöd sein
Diese Augen dieser Knack - ahh dieser Mund
Aber das alleine ist noch nicht der Grund
Er hat alles was ich will und das ist nicht wenig
Und vor allen Dingen is er nicht dämlich
Er ist süßer als die Polizei erlaubt
Er hat mir die Sinne geraubt

Und jetzt sitz ich auf seinem Schoß
Und kleine Träume werden groß
Ich fühl mich funky - au
Ich sitz auf seinem Schoß
Ein kleiner Traum wird riesengroß
Ich fühl mich funky - au
Ich fühl mich funky

Heut ist einer dieser Tage die ich liebe keine Frage
Ich kann machen was ich will und ich habe nur ein Ziel
Ich will dich das ist alles was ich brauch
Ich spür dich ganz tief hey spürst du es auch
Dieses mmm - Gefühl das ich nicht beschreiben kann
Es ist anders als alles was ich kenne ohh man
Es ist geil mit dir
Ich laß dich nicht mehr weg du bleibst bei mir

Du hast den Groove den ich brauch mir wird ganz heiß
Oh bitte bitte hör nicht auf es dreht sich alles s schön im Kreis
Oh ja ja ja ja ja jetzt sind wir da wo ich noch niemals war
Es ist nicht dies oder das oder irgendwas
Es ist gut wie es ist und es macht Spaß
Ohne Fleiß keinen Preis denn der Preis ist heiß
Und du bist mein Beweiß

Und jetzt sitz ich auf seinem Schoß
Und kleine Träume werden groß
Ich fühl mich funky - au
Ich sitz auf seinem Schoß
Ein kleiner Traum wird riesengroß
Ich fühl mich funky - au
Ich fühl mich funky

´N Mann

Ich bin ein Mädche das nicht viel verlangt
Und das was ich von dir will ist auch nicht x-travagant
Ich will Respect und will Vertrauen
Und nicht spionieren wegen anderen Frauen
Erzähl mir keine Lügen und keinen Dreck
Das will ich nicht ertragen denn sonst bin ich einfach weg
Will ehrliche Gefühle und Offenheit
Einer der zu mir steht bei jeder Gelegenheit

Ich will ´n Mann - ist das zuviel verlangt
Ich will ´n Mann - ist das so schwer verdammt
Ich will ´n Mann - der mir alles geben kann
Ich will ´n Mann, ich will ´n Mann - ich will ´nen Mann

´N Typ zum anlehnen das wär cool
Und wenn du mal weinen muß fänd ich das nicht schwul
Ich brauch keinen Softie und ich steh nicht auf Helden
Und alles was dazwischeb ist - bitte melden!
Beherrscht du all die Sachen die mir wirklich Freude machen
Von A bis Z natürlich auch die im Bett
Bist du tolerant interessant wenns sein muß auch mal abgebrannt
Scheiß drauf das nehm ich gern in Kauf

Ich will ´n Mann - ist das zuviel verlangt
Ich will ´n Mann - ist das so schwer verdammt
Ich will ´n Mann - der mir alles geben kann
Ich will ´n Mann, ich will ´n Mann - ich will ´nen Mann

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
7 Tage die Woche wo ich mich frag:
Wo sind die süßen Kerle die mich immer so entzücken
Aber leider seh ich sie nur in den Werbeblöcken
In Gedanken lass ich mich so gern von ihnen verführen
Doch es bringt mir nichts sie dann zu berühren
Es gibt überhaupt nichts was ich machen kann
Denn es fühlt sich irgendwie nach gar nichts an

Ich will ´n Mann - ist das zuviel verlangt
Ich will ´n Mann - ist das so schwer verdammt
Ich will ´n Mann - der mir alles geben kann
Ich will ´n Mann, ich will ´n Mann - ich will ´nen Mann

Ich hab keine Lust mehr meine Zeit damit zu vergeuden
Mich zu verschwenden und immer nur von dir zu träumen
Ich hab keine Lust mehr auf das Beste zu verzichten
Und immer nur von meinen Träumen zu berichten
Ich hab keine Lust nur Phantasien zu begehren
Es macht mir viel mehr Spaß die Liebe zu studieren
Ich hab keine Lust mehr Ewigkeiten auf dich zu warten
Aber auch kein Bock an ´n Idioten zu geraten

Ich will doch gar nicht viel
Ich will ´n Mann ich will doch nur das eine
Ich will ´n Mann, ich will ´n Mann - ich will ´nen Mann

Leck mich am A, B, Zeh

Ich glaub ich dreh am Rad ich habe die ganze Scheiße satt
Ich treff nen Typ total der Hammer nen süßer Po son richtig strammer
Ich denk mir klasse alles drum alles dran und wir fang zu quatschen an
Labern locker über alles und ich spür im Falle eines Falles
Sag ich nicht nein zu ihm auch wenn ich sonst nicht so bin
Nen One-Night-Stand ist eigentlich nicht mein Ding
Es kommt was kommen muss es bleibt nicht nur beim Abschiedskuss
Ich zieh nen Gummi aus der Tasche weil ich ohne nicht mehr nasche
Ich hör nur „Was soll n das? Pack das Ding weil ich’s hass
Hey Baby is doch uncool ohne machts doch viel mehr Spaß”
Jetzt hör mir mal zu ich bin nicht so blöd wie du
Denn zieht sich jetzt der Pillermann nicht sofort einen Gummi an
Sag ich dir klipp und klar dann bin ich nicht mehr da

Leck mich am a leck mich am b leck mich am zeh und dann geh wohin du willst
Leck mich am a leck mich am b leck mich am zeh und dann geh wohin du willst
Leck mich am a b zeh d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z - raus aus meinem Bett

Er fängt an zu diskutieren so kann man mich nicht abservieren
Ist doch alles halb so wild du hast von mir ein falsches Bild
Ich machs doch nicht mit jeder ich weiß schon was ich tu
Du hältst mich wohl für blöde lass mich jetzt damit in Ruh
Jetzt komm schon wieder her und glaub mir es wird schon nichts passieren
Du wirst es nicht bereuen lass uns endlich amüsieren
Der denkt das er durch seinen Charme alles mit mir machen kann
Ich glaub der hat was nicht kapiert jetzt fängt der Scheiß von vorne an
Ich find dich wirklich super-süß und werd verrückt wenn du mich küsst
Doch das reicht mir nicht aus als Grund russisch Roulett ist ungesund
Du gehst mir auf den Keks noch nie gehört von Aids

Denn zieht sich jetzt der Pillermann nicht sofort einen Gummi an
Sag ich die klipp und klar dann bin ich nicht mehr da

Leck mich am A B Zeh...

U-Bahn

Keine Zeit keine Zeit totale Hektik weit und breit
Jeder ist auf seinem Trip kriegt die anderen gar nicht mit
Jeden Tag die gleiche Szene jeder lebt in seinem Film
Die Gesichter voller Panik auf dem Weg zu ihren Zielen
Keine Zeit sich zu entspannen alle sind sie voll gestresst
Immer gleiche Rituale immer völlig abgehetzt
Diese Enge das Gedränge das Gezwänge durch die Gänge
Das ist alles so wie immer doch dann hör ich diese Klänge

Was war denn das ich glaub ich spinne
Was schleicht sich da in meine Sinne
Für nen Moment war da ne Kraft völlig rätselhaft
Sie zieht mich magisch an zieht mich tief in ihren Bann
Es lässt mich nicht mehr los ich muss ihm folgen diesem Klang

Alles drumherum is sich mal wieder voll am stressen
Ich folge seinem Spiel denn er lässt mich den Stress vergessen
Er erzählt aus seinem Leben ich kann ihn sofort verstehn
Er erzählt es mir mit Tönen die viel tiefer als Worte gehen

Musik Musik Musik ist seine Welt
Musik Musik Musik ist seine Welt
Musik Musik Musik ist seine Welt
Er brauch keine Worte weil er’s auf seine Art erzählt

Er war irgendwann ganz oben hat die ganze Welt gesehn
Doch dann hat man ihn betrogen er kanns heut noch nicht verstehn
Alles war auf einmal weg und man ließ ihn plötzlich fallen
Und er stürzte immer tiefer ging in ihre miesen Fallen

Keiner wollte ihn mehr helfen keiner gab ihm seine Hand
Es war alles wie ein Alptraum er war völlig ausgebrannt
Doch wenn er spielt dann weiß er alles konnten sie nicht rauben
Dann ist er wieder da der alte Glanz in seinen Augen

Musik Musik Musik ist seine Welt
Musik Musik Musik ist seine Welt
Musik Musik Musik ist seine Welt
Er brauch keine Worte weil er’s auf seine Art erzählt

Musik kann dich nicht belügen
Musik Musik sie kann dich nicht betrügen
Musik Musik ist Gefühl so wie es ist
Eine Sprache ohne Worte die so ist wie sie ist

Du hast den Schönsten

Oh Gott oh Gott das glaub ich nicht
Was mir da grad ins Auge sticht
Der ist doch nicht von dieser Welt
Ich frage mich was mich noch hält
Es trifft ein Blitz und knall und peng
Die Hose die er an hat ist doch viel zu eng
Ich glaub ich werd jetzt rüber gehn
Ich kann ihm nicht mehr widerstehen

Meine Hände werden feucht mein Herz rast schneller
Ich sag zu mir: mach bloss keine Fehler
Wer weiß was mir da sonst entgeht
Wenn ich jetzt nicht mit ihm red

Und als ich endlich vor ihm steh
Das Wunder aus der Nähe seh
Wollt ich eigentlich was bestimmtes fragen
Doch ich hör mich sagen:

Du hast den Schönsten - ? - in der ganzen Stadt
Und jedes Mädchen sieht sofort das du ihn wirklich hast
Du hast den Schönsten - ? - auf der ganzen Welt

Er starrt mich an ich krieg nen Schreck
Ich glaub das war wohl zu direkt
Ich krieg ne Bombe mein Kopf fängt an zu pochen
Was hab ich nur gemacht mein Blut fängt an zu kochen

Ich sollte jetzt was sagen doch ich fang an zu stottern
Ich bring keinen Ton raus meine Knie sind am schlottern
Ich glaub ich knall durch der Kerl der bringt mich um
Ich denk mir schon das wars wohl doch da dreht er sich noch mal um

„Ich steh nicht auf Mädels tut mir leid
Ich hoffe ich bring dich nicht in Verlegenheit
Ich bin vom anderen Ufer und da werd ich auch bleiben
Ich steh nun mal auf Kerle ließ sich leider nicht vermeiden“

Das hat mir noch gefehlt son süßer Typ nur leider schwul
Das ist ja wohl der Alptraum ey die Optik war so cool
Naja was ich nehm es einfach nicht so schwer
Und ruf ihm trotzdem hinterher

Du hast den Schönsten - ? -

Ruhrpottniggaz

Ey Alta kannse mir ma sagen watte eigentlich wills
Ich komm aus Gelsenkirchen un jetzt trinken wa ers mal Pils
Wat ich dir ma sagen wollte hör ma auf zu lästern
Denn wir sind die wahren die schwarzen Schwestern
Packt eure Dödel ein und geht zurück nach Rödelheim
Ene mene miste zurück in eure Kiste
Vergesst nicht euer Schwesterlein denn sonst ist sie ganz allein
Und dann wird es traurig sein das wär aber gar nicht fein
Ey wat wat wat bisse hier am rum dissen
Has wohl schlechte Laune ey du hast wohl nix zu küssen
Die Reime sind doch ganz ok - tun doch keinem weh
So wie ich dat seh so wie ich dat versteh
Is dat eh egal wat die da machen
Kann ich prima drüber lachen
Ha ha ha dafür sind sie doch da
Wir lieben doch alle euer tralala
Wir lieben euch doch alle - ja klar!

Ruhrpottniggaz - wir sind die Besten
Ruhrpottniggaz - wir sind die Besten
Ruhrpottniggaz - wir sind die Besten
Ruhrpottniggaz - wir sind die Besten

Ich raube immer Zechen aus wenn ich wieder Kohle brauch
Hau ich allet auffen Kopf fahr mein Cadillac zu Schrott
Bbbb boy ey that`s my way ey ich weiß wo ich steh ey
Man ich liebe meine Pump-Gun pack mi ni an
Pack mi ni an pack mi ni an pack mi ni an
Sonst Knall ich dir den Schädel weg du laberst doch hier eh nur Dreck
Oder hasse wat zu kiffen denn sonst kannse dich verpissen
Dat is mein Revier hier und ich wird zum Tier hier
Ich bin volle Schnuller-Gang und jetzt machtet peng!

Wir schicken unsere Macker aufen Strich und parieren se nich
Gibt et wat ins Gesicht denn es is ihre Pflicht
Für uns anzuschaffen brauchta gar nich so zu gaffen
Und wenn sie zu früh erschlaffen an die Waffen an die Waffen
Dann fahrn wa die Strassen ab wo jeder ne milde Gabe hat
Und ham se se ma nicht sach ich: hau ab du Wicht!
Ich schreis dir ins Gesicht

Ruhrpottniggaz - wir sind die Härtesten
Ruhrpottniggaz - wir sind die Härtesten
Ruhrpottniggaz - wir sind die Härtesten
Ruhrpottniggaz - die Allerhärtesten

Getz kommt ma alle bei hier ey alta machma Freibier
Getz fangen wa am singen getz fangen wa am swingen

Ich sach R - R
Ich sach u - u
Ich sach h - h
Ich sach pott - pott - niggaz - niggaz - Ruhrpottniggaz

Ugu Ugu (Wer hat Angst?)

Wer hat Angst vor schwarzen Fraun - keiner keiner
Dann mach dich doch nicht selbst zum Clown - keiner keiner
Wer hat Angst vor Negerküssen - keiner keiner
Denn das sind die besonders Süßen
Hu hu, a bagawenga

Ich wär so gern so blöd wie du

Du bist so herrlich blöd und findest alles super-klasse
Denn du gehörst zu einer ausgesprochen interessanten Rasse
Du stöckelst durch dein Leben wackelst kräftig mit dem Popo
Ich zeig jedem was ich habe ist dein großes Lebensmotto
Deine B I R N E ist total H O H L
Absolut L E E R doch das ist dir E G A L
Denn du hälst dich ganz besonders super-duper O R I G I N E L L

Das ist genau der Punkt der mich so neidisch auf dich macht
Denn wenn du etwas nicht verstehst dann wird es einfach weggelacht

Hahahahahahaha

Ich wär so gern so blöd wie du
Dann hätt ich endlich meine Ruh
Dann bräucht ich nicht mehr viel zu denken
Und ließ die andern für mich lenken

Ich wär so gern so blöd wie du
Dann hätt ich endlich meine Ruh
Dann bräucht ich nicht mehr viel zu denken
Und ließ die andern für mich lenken

Du bist die sexy-hexy die die Männer glücklich macht
Du bist so doof das du nicht merkst sie bleiben nur für eine Nacht
Du bist die allergeilste Pussy hast für jeden einen Bussi
Doch hinter deinem Rücken nennen sie dich dummer Tussi

Doch das ist noch nicht alles man nennt dich Fanta
Fanta ist für alle da schreit Manni aus sein Manta
Was ich nicht weiß macht mich nicht heiß“ das is die Devise
du denkst von 12 bis Mittag darum haste nie ne Krise

Das ist genau der Punkt der mich so neidisch auf dich macht
Denn wenn du etwas nicht verstehst dann wird es einfach weggelacht

Hahahahahahaha

Ich wär so gern so blöd wie du
Dann hätt ich endlich meine Ruh
Dann bräucht ich nicht mehr viel zu denken
Und ließ die andern für mich lenken

Ich wär so gern so blöd wie du
Dann hätt ich endlich meine Ruh
Dann bräucht ich nicht mehr viel zu denken
Und ließ die andern für mich lenken

Mr. Wichtig

Hey Baby-Boy zeigs mir
Zeig mir deinen geilen ahhhhhh, yes!!!!
Watch me!!! Hey!!!
Ich lieg am Strand die Sonne scheint mir auf den Popo
Ich bin total relaxed und genieße ihre Show-ho
Ich lutsche an meinem Eis und fange an zu träumen
Seh dabei zu wie ihre geilen Bodys bräunen

Oh Baby Baby wenn du wüsstest what i think
Mir wird so heiß oh ich brauch jetzt erst mal einen Drink
Ich geh zur Bar und bestell mir nen Banana Flip
Und in Gedanken machst du für mich einen Strip

Auf einmal steht er da und sagt ich weiß was du brauchst
Hey Babe ich habe gesehn wie du zu mir rüberschaust
Du machst mich an deshalb kriegst du jetzt einen Kuss
Komm zier dich nicht du weißt schon dass das jetzt sein muss

Hey Mr. Wichtig du machst da was nicht richtig
Das war ja wohl n bisschen schnell
Das war ja wohl nicht so originell

Hey Mr. Wichtig du tickst ja wohl nicht richtig
Erst machst du hier die Show
Ja und dann schrumpft dein Niveau

Das hat er wohl gecheckt auf einmal wird er ganz korrekt
Der ist ja doch ganz nett und fragt mich wie ichs gern hätt
Ich frage ihn was meinstn du
Meinst du das was ich denk oder denkst du nur du denkst
Das du weißt was ich mein ich denk du weißt schon was ich will

Er sagt jetzt sei doch mal still das war doch nur ein Spiel
So wie du mich anschaust ham wir ja wohl das gleiche Ziel
Ich denk wir sollten den Strand so langsam mal verlassen
Ich werd dir was zeigen da wirst du oh oh erblassen

Wir fahren mit 180 Sachen in die Stadt
Da bin ich mal gespannt was er zu bieten hat
Wir landen im Bett und dann geht alles super fix
Und das war dann nen Satz mit x das war wohl nix

Hey Mr. Wichtig ...

Oh no no no no no

Negative vibrations

Oh no no no no no

Negative negative

Spiegel

Intro:
„Hallo zusammen!
Ich heiße euch alle Herzlich Wilkommen zurück zu unserer Gesprächstherapie,
Und bevor wir heute loslegen möchte ich euch darauf hinweisen,
Dass wir drei Neuzugänge haben und wie ihr ja alle wißt,
Ist es bei uns üblich sich selbst vorzustellen und in kurzen Worten zu versuchen,
Sein Problem zu schildern,
Und in diesem Sinne übergebe ich das Wort erstmal an...
An Kerstin würd ich sagen“
Verse 1
Hallo ich bin Kerstin 16 Jahre alt, auf jeda Party vollgeknallt mit hartem Alk,
Schmeiß mich den Männern an den Hals, tu immer gut gelaunt, doch ich bin innerlich down,
Und gewinn kein Vertraun,
Mach nur aus Selbstschutz auf selbstbewusst, wie die Feldbusch,
Doch innen drinnen ist immer nur derselbe Frust,
Ich bin zu fett! Und mich lassen solch Dinge nich kalt, drum steck ich mir halt,
Immer den Finger in Hals,
Denn ich hasse die Frau im Spiegel,
Und will aussehen wie die Frauen auf´m Cover von Frau im Spiegel,
Manchmal fühl ich mich tot, wie wenn ein Fön ins asser fällt, ich hab kein Geld,
Doch ich will schön sein wie die Catterfeld,
So bin ich nich geboren, ich hab so gelitten, ich will endlich volle Lippen und große Titten,
Man muss mir Fett absaugen, für´n flacheren Bauch,
Ich würd mein Leben hergeben für ne straffere Haut

Refrain:
Mein Spiegel,
Zeigt mir nich was ich sehen will,
Ich will jemand anders sein und
Meine ganze Welt zerbricht bald
In tausend kleine Teile,
Und niemand hier versteht mich,
Ich fühle mich so eklig,
Meine ganze Welt zerbricht bald
In tausend kleine Teile...

„Danke Kerstin!
Ähm, Michelle, weshalb bist du hier, was ist dein Problem?“

Verse 2
Mein Name ist Michelle und ich bin Model von beruf, ich bin immer ausgelaugt,
Doch meine Rolle spiel ich gut, hatte gestern erst Geburtstag, 21 junge Jahre,
Hab auf meine jungen Tage, schon genug vom Kummer haben,
Denn auch Schönheit kann ein Fluch sein, wenn man 90-60-90 hat,
Denkt jeder das man massenhaft und häufig Geld und Freunde hat,
Ich kenn viele Leute, aba kein mit dem ich reden kann, und M änner wollen nur eins,
Ich finde keinen mit dem ich leben kann,
Ich mag keinen Sex und Typen stressen mich gewaltig,
Ich war frühreif und wurde schon mit 13 vergewaltigt und
Ich könnte heulen alles is beschissen,
Nur meine Mutter hielt mich davon ab mir Säure ins Gesicht zu kippen,
Denn ich will nich mehr hübsch sein, (nein)
Ich weiß ihr alle müsst jetzt denken die muß verrückt sein, (hhjaa)
Doch ich weiß wovon ich rede,
Und ich hasse meinen Job auch wenn ich meistens davon lebe

Refrain:
Mein Spiegel,
Zeigt mir nich was ich sehen will,
Ich will jemand anders sein und
Meine ganze Welt zerbricht bald
In tausend kleine Teile,
Und niemand hier versteht mich,
Ich fühle mich so eklig,
Meine ganze Welt zerbricht bald
In tausend kleine Teile...

„Michelle das war sehr mutig von dir!
Bernard, was ist dein Problem?“

Verse 3
Über mich wurde schon früh als Kind abgelästert,
Schon in der Grundschule war ich immer Klassenbester,
Sie nannten mich Streber, doch dass brachte mich nich vom Weg ab
Ich lernte weiter, schloß mit eins die Universität ab, ich war ein schlaues Kind,
Heute hab ich Frau und Kind, die oft traurig sind, weil ich nie zu Hause bin,
Hab täglich Überstunden genommen, wollt über meinen Stundenlohn kommen,
Um mehr als nur über die Runden zu kommen, und ich sollte schon längst Abteilungsleiter sein,
Doch ich setzt mich nich durch, und sag leider nie nein,
Hab keine Führungsqualitäten und Entscheidungsschwierigkeiten,
Früh gelernt mein Mund zu halten, nur um Reibung zu vermeiden,
Mache alles für mein Chef und die lieben Kollegen, doch die sind alles,
Nur nich nett und ham mir nie was gegeben,
Und gestern wurde mir dann mit bedauern beteuert,
Ich bin nach 15 jahren der Treue einfach raus und gefeuert!

Ich hab doch jeden Monat ein haufen Raten,
Für das Haus mit Garten und das Auto zu zahlen,
Und was soll ich meiner Frau denn sagen, hhuhh?
Mir reicht´s jetzt

Outro:
„Heute ereignete sich ein schrecklicher Vorfall, als ein 37jähriger,
In den Räumlichkeiten,
Einer Psychotherapeutischen Praxis,
Während der Gesprächstherapie und in Anwesenheit von andern Patienten,
Eine Waffe gegen sich selber richtete und Selbstmord beging...
Der Mann der einen Tag vorher seinen Job verloren hatte, hinterlässt Frau und zwei Kinder“

Refrain:
Mein Spiegel,
Zeigt mir nich was ich sehen will,
Ich will jemand anders sein und
Meine ganze Welt zerbricht bald
In tausend kleine Teile,
Und niemand hier versteht mich,
Ich fühle mich so eklig,
Meine ganze Welt zerbricht bald
In tausend kleine Teile...

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